Ziele sind soweit klar? Super. Doch was ist mit Anti-Zielen? Und was mit Ziel-Ausschlüssen? Sind die auch definiert? Denn dein agiles Projekt kann ganz schnell das Budget sprengen, wenn du Antiziele und Zielausschlüsse vergessen hast. In manchen Fällen sind sie sogar wichtiger, als die “echten Ziele”!

Antiziele: Was soll keinesfalls erreicht werden?

Manchmal lassen sich Dinge einfach leichter negativ formulieren. Versuch doch mal “Mit dem Rauchen aufhören” positiv zu formulieren (also ohne “nicht”, “kein” etc.)

Antiziele und Ausschlussziele im agilen Projekt
Antiziele und Ausschlussziele im agilen Projekt

“Immer frische Luft atmen”? – Ehrlich? Und meinst du, irgendwer käme dabei dann noch auf die Idee, dass es grundsätzlich um Verzicht auf Zigaretten geht?

Manche Ziele lassen sich eben besser als Antiziele beschreiben. Und bei allem “Positivismus”: Ziele – gerade im agilen Projekt – müssen verstanden werden.

Kläre also in der Projektplanung unbedingt auch die Antiziele! Meist ist der Fokus so zielgerichtet, dass die umgekehrte Betrachtung leicht vergessen wird. Das kann teuer werden. Selbst wenn die Schuld für die Versäumnis dem Auftraggeber “in die Schuhe geschoben werden kann”.

Daher: Dreh den Spieß bei der Zieldefinition auch mal um (nachdem die positiven Ziele formuliert sind) und frage explizit: “Was soll keinesfalls erreicht werden?” Das führt häufig sehr effizient zu mehr Klarheit und entlarvt Denk- und Verständnisfehler!

Ein Beispiel aus meiner beruflichen Praxis:

Wir haben einen größeren Webshop, mit mehreren agilen Teams, realisiert. Mit uns im Boot war auch ein weiterer Dienstleister “VanAndern” {Name geändert}, der schon länger im Projekt war und einen großen Wissensvorsprung hatte, was Zusammenhänge im Konzern anging und auf dessen Schnittstellen wir zugriffen.

Das Miteinander war sehr Kollegial. Und so kam es, dass wir an mehreren Stellen freundliche Hilfsangebote der Kollegen annahmen, uns mit Infos und einer kleinen Anpassung in einer ihrer Schnittstellen weiter zu helfen.

Ein Antiziel im Sinne von: “Lasst euch nicht von VanAndern helfen.” wäre nützlich gewesen. Denn im weiteren Verlauf des Projekts stellte sich heraus, dass die politische Situation in der Firma des Auftraggebers stark aufgeladen war und unsere Wiederbeauftragung plötzlich ins Wanken kam, da wir ja “auf Hilfe von VanAndern angewiesen waren”.

Die Chefs der netten Kollegen hatten jede noch so kleine Hilfsleistung und Information akribisch dokumentiert und dem Auftraggeber vorgelegt, mit dem Angebot, dass sie unseren Part gleich mit übernehmen könnten.

Der Clue: Unser Chef wusste von der aufgeladenen Situation, hatte es aber nicht für nötig gehalten, uns damit zu belasten.

Erwähnte ich bereits das Antiziel, dass hier ohne große Erläuterung bereits hätte hilfreich sein können?

Ein anderes Beispiel war ein Webprojekt, in dem der Auftraggeber in langen Worten erklärte, wie wichtig ihm schlichtes und modernes Design war. Benutzerzentriert und dynamisch. Klare Linien, doch alle Informationen sollten über Menus schnell verfügbar sein.

Schnell war ich auf dem gedanklichen Weg, Google’s Material Design zu verwenden, dass nach meinem Verständnis perfekt seinen Wünschen entsprochen hätte.

Bis er an die Stelle kam: “Nur sollte es keinesfalls den Seiten von Google ähneln“. Denn so sähen bereits die Seiten seines Haupt-Wettbewerbers aus und er wolle sich unbedingt stilistisch abgrenzen.

Danke! Ohne dieses Antiziel wäre es ein sehr ernüchterndes erstes Review geworden, in dem wir voller Stolz einen Prototypen auf der Basis von Google’s Material Design präsentiert hätten…

Ziel-Ausschlüsse: Was ist nicht Bestandteil des Auftrags?

Ziele Ausschlüsse sind wie die Löcher im Emmentaler. Doch sie können mehr: Sie können dein Budget retten.

Wie das?

Häufig werden Ziele formuliert, die mehr enthalten, als der Auftraggeber will. Da hilft es, klar zu machen, was genau nicht Teil der Beauftragung ist. Sonst werden Ressourcen vergeudet.

“Kauf mir ein Stück Grillfleisch – aber kein mariniertes!”

Solch ein Ausschluss ist def. leichter zu formulieren und zu erreichen, als die positive Version davon.

Häufig entstehen Missverständnisse im Projekt auf Grund fehlenden Wissens. Und oft ist es nicht hilfreich, alle Beweggründe zu erläutern. Klare Kommunikation gewinnt. Gerade im agilen Umfeld.

Was würde es dir in Bezug auf deine Aufgabe weiter helfen, zu wissen, dass ich eine tolle Marinade von meiner Oma kenne, in die ich unbedingt mein Steak einlegen möchte. Und dass ich gegen Konservierungsstoffe allergisch bin, die in den meisten gekauften Marinaden enthalten ist. Und….

Das enthält alles unnötiges Fehlerpotential. Ein klar definierter Ziele-Ausschluss dagegen rettet das Grillfest.

Wie sieht das im Projekt aus?

Wenn das Budget am Ende ist und vom Backlog (bzw. Pflichtenheft/Auftragsumfang) noch viel übrig ist, weil man Ressourcen in Dinge vergeudet hat, die eigentlich gar nicht gewünscht waren (Ein nicht formuliertes Ausschlussziel), dann rückt die Wiederbeauftragung schnell in weite Ferne. Denn was in Erinnerung bleibt ist: Das Ziel wurde nicht im budgetierten Rahmen erreicht.

Beispiel: Ein Webshop soll überarbeitet werden. Die Validierung der Daten sowie Optimierung der Bilder ist aber ausdrücklich nicht erwünscht (z.B. weil es nur Dummy-Daten sind oder der Auftraggeber hierfür einen anderen Spezialisten beauftragt.)

Auch hier also die Empfehlung: Frage explizit zu jedem formulierten Ziel nach, ob es Ausschlüsse gibt, die in diesem Ziel ausgelassen werden sollen.

Ausschlussziele und Antiziele klar formuliert zu dokumentieren kann viel Nerven und Geld sparen. Doch vor Allem macht es dein Team effizienter und hilft dir deine Ressourcen nur in Aufgaben zu investieren, die auch auf dein erklärtes Ziel einzahlen.

“Denn wenn Du alles richtig machen würdest, hättest Du Dein Ziel ja schon…“ 

Ich habe es liebevoll gesagt. Mit leiser Stimme und einem liebevollen Gefühl. Ich vertraute darauf, dass sie durch diese kleine Provokation rauskommt, aus ihrer Rechtfertigung, raus aus ihrer Blockade, raus aus ihren störenden Überzeugungen und Ängsten und dem ganzen, unnützen Zeug. 

Es war soooo schöööön, als ich augenblicklich merkte, dass dieser eine kleine Satz bei meiner Kundin große, schwere Steine ins Rollen gebracht hat. 

Inzwischen hat M. aufgehört, sich zu wehren, und ihr Ziel längst erreicht. Auf einmal ging nämlich alles ganz schnell. Sie hat etwas „verstanden”, sich geöffnet, Blockaden und Ängste gelöst und schlussendlich, Feng-Shui Maßnahmen ergriffen, und zack!! Auf einmal war sie mitten drin – in ihrem Ziel –  und ist es noch!

Also mal von vorn:

Du kannst mit Feng-Shui Deine Ziele fördern.

In den 9 Lebensbereichen des Feng-Shui Baguas gibt es zwei Bereiche, die Du aktivieren kannst, wenn Du magst, um die Energie zu aktivieren.

Vergegenwärtige Dir, dass Ziele oder Wünsche erstmal reine Energie sind. Sie sind erstmal nur in unseren Gedanken und Gefühlen. Visionen sind also am Anfang, reine Energie. Und für die Energie, ich nenne sie heute mal Ziele Energie,  schaffen wir Raum. Wir machen Platz dafür und wir laden sie im Außen ein. In unsere Räume. In unser Zuhause.

Konkret sind die Lebensbereiche „Kinder/Kreativität/Zukunft“ und „hilfreiche Freunde“ DIE Lebensbereiche, welche ich als Feng Shui Beraterin empfehle, um die Ziele Energie anzuziehen. 

Das Feng-Shui Bagua

Hier habe ich für Dich das Feng Shui Bagua, das kannst Du über Deinen Wohnungs-/Hausgrundriss legen. Die Eingangstüre ist dabei immer unten. Also dreh den Plan so, dass Dein Eingang in einem der unteren Bereiche ist. Wenn du einen „komplizierten” Grundriss hast, kannst Du mir gerne eine Nachricht schicken, dann helfe ich Dir.

Baguas des FengShui – Wie Feng-Shui deine Ziele fördert
Hier ist der Eingang. Das Feng-Shui Bagua.

So, und jetzt kannst du gleich mal schauen, was sich dort in deinem zu Hause befindet. Ist dort aufgeräumt, oder sind hier Kruschelecken. Gefällt dir die Einrichtung dort oder geht da noch was? Ist es harmonisch und hell, oder dunkel und irgendwie unausgeglichen. Stört etwas? Führe Dir vor Augen, dass Du Dir Deine Ziele Energie einladen möchtest. Tust Du das? Fühlt sie sich willkommen? Kann sie leicht fließen?

Den Lebensbereich Kinder/Kreativität/Zukunft aktivieren

hier kannst Du z.B. eine Magnetwand oder eine Magnettafel nehmen. Denn so einfach kannst Du mit Feng-Shui Deine Ziele fördern: der Magnet zieht Dinge an. Das ist cool, oder? Deine Visionen auf einer Magnetwand zieht sozusagen Deine Zielenergie wie ein Magnet an. Die Farbe der Magnettafel/-Wand sollte Gelb, Braun, Beige, Ocker, Terrakotta, Schlammfarben sprich – Erdfarben sein.

Magnettafeln Thetahealing FengShui Ziele
Quelle: fittness-design.de

Wenn Du noch mehr tun möchtest, um dir Deinen Raum für Deine Ziele zu erschaffen, kannst du z.B. auch mit Symbolen  arbeiten:

Für den Lebensbereich “hilfreiche Freunde“ gilt: 

Mach Dir bewusst, dass es bei dem Lebensbereich „ hilfreiche Freunde“ auch darum geht, welche Menschen für Dich da sind, wenn Du sie brauchst. Und auch, welch ein guter, hilfreicher Freund Du für andere bist. 

Den Lebensbereich “hilfreiche Freunde” kann man allerdings auch noch ganz anders verstehen. Es könnte das Universum sein, dass Dich dabei unterstützt, deine Ziele zu verwirklichen. Oder Engel, Deine Ahnen – alles was Du glaubst, dass Dich unterstützt. Ich kenne viele Menschen, die daran glauben, dass es eine Quelle, eine Kraft gibt, die „größer” ist als sie. Also eigentlich kenne ich glaube ich, niemanden, der das nicht glaubt. Falls du Engel magst, einen Engel (oder mehrere), falls du Ahnen hast, mit denen Du dich verbunden fühlst, ein Bild von ihnen. Du kannst mit Feng-Shui deine Ziele auch einfach wieder mit Farben fördern, die dem Element Erde entsprechen, aktivieren: Gelb, Ocker, Terrakotta, Beige, Braun, Erdfarben, Schlammfarben…)

Engel Thetahealing und FengShui für Ziele
pixabayCouleur

Und dann, wenn man eine Feng Shui Maßnahme tätigt, indem man Lebensbereiche aktiviert, dann kommen oft keine guten Gedanken und Gefühle hoch. Und das erfüllt mich einfach jedes mal so sehr mit Dankbarkeit. 

Weil ich sehe das immer als Potenzial, als Chance, als Hinweis, dass ich da noch was tun kann, wenn ich etwas in meinem Leben ändern möchte. 

Jaja! Ich weiß, ich weiß!! Es fühlt sich wahrscheinlich erstmal nicht so toll an, wenn man keine guten Gedanken über sein Ziel hat.
Aber wenn man es von einer anderen Perspektive betrachtet, kann man die Möglichkeiten erkennen, die da ja auch drinnen stecken. Und da kann man sich dann, endlich mal wirklich, damit auseinanderzusetzen, was noch blockiert.

Feng-Shui oder Einrichtungsberater?

Oh! Ich habe es gerade gemerkt,  da ist sozusagen eine „Vorannahme“ drinnen – ich gehe davon aus, das mein Kunde mich nicht nur deswegen holt, weil er seine Wand anders streichen oder seine Möbel verrücken möchte, sondern weil er schon spürt, dass Feng-Shui nicht nur “Möbel verrücken” ist. 

Fürs „Möbelrücken“ und umdekorieren, braucht es, nach meinem Verständnis, auch gar keinen Feng-Shui Berater. Dafür holt man sich einen Innenarchitekten oder Einrichtungsberater. 

Klar ist, dass Menschen, die eine Feng-Shui Beratung wollen, mehr als eine Einrichtungsberatung wollen. Sie wollen ein bestimmtes Gefühl haben, wenn sie nach Hause oder ins Büro kommen. Sie wollen sich hilfreiche Energien einladen. Etwas in den Fluss bringen. Harmonie schaffen. Sie wollen sich Wünsche erfüllen. Ziele erreichen. Oder besser: UnZiele.

Das Universum leitet Dich. Mit Feng-Shui deine Ziele fördern
pixabayFree-Photos

Das fehlende Puzzleteil im Feng-Shui

So und jetzt kommt die Krux, der Haken, weshalb ich mich erstmal als Feng-Shui Beraterin zurückgezogen habe: Es funktioniert nicht immer.

Oft, – aber nicht immer. Das hat mich gestört. So sehr, dass ich mich auf die Suche gemacht habe, um das fehlende Puzzleteil zu finden. Und ich habe etwas gefunden, etwas,  dass – zumindest mir persönlich – hilft, meine Wünsche und Ziele zu 100 Prozent zu erfüllen. Das heißt jetzt nicht, dass ich schon 100 Prozent meiner Ziele erreicht habe. Aber – ich weiß, was ich tun kann, und ich weiß auch, dass wenn ich es wirklich will, werde ich es erreichen.

Erstmal empfehle ich, das man sich darüber Gedanken macht, ob Dein Ziel auch wirklich DEIN Ziel ist. Oder ob man nur glaubt, dass es cool ist, weil man denkt, dass die anderen einen dann cool finden. 

Es ist so sooo wichtig, was man glaubt. Welche Gefühle kommen denn hoch, wenn Du an Dein Ziel denkst. Sicherlich und hoffentlich, erstmal Freude und Bauchkribbeln, Schmetterlinge – Hochgefühle. Das ist auch gut so! Perfekt!!

Bist Du gut genug?

Aber glaubst du denn, dass Du gut genug dafür bist, dass du es verdient hast, dass du es „drauf“ hast?

Ja, man kann schon mal Angst bekommen, wenn man an die Details denkt, an die Umsetzung, ans Verwirklichen.

Ich habe eine Klientin, die geglaubt hat, dass sie es gar nicht Wert ist, dass sie ihr Ziel auch tatsächlich bekommt. Da war der Wunsch, das Ziel, und die guten Gefühle auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite, kam dieses unstimmige Magengrummeln, dieser unterbewusste Glaubenssatz „ich bin es gar nicht Wert”, auf einmal sehr stark hoch. 

Oh wie gut ich das kenne! Meine Güte, was habe ich schon komische Glaubenssätze erkannt und aufgelöst, was das Thema manifestieren, Ziele, Visionen etc. angeht. Und echt! Manchmal bin ich fast verzweifelt daran. Aber meine Visionen sind einfach sooooo coooool, dass ich sie nicht aufgeben möchte. Nicht wegen eines komischen, blöden, unsinnigen, doofen Glaubenssatzes. Darauf habe ich echt keinen Bock mehr! So – das musste jetzt mal raus!

Ich lasse mich zu meinen hinderlichen Glaubenssätzen regelmäßig coachen mit der Methode, die für mich persönlich, sehr wirksam ist, und diese Methode ist ThetaHealing®. Eigentlich ist es total wurscht, wie diese Methode heißt. Welches seine Methode ist, dass darf jeder für sich selbst rausfinden.

Es gibt da draußen so viele tolle, wirksame Methoden, die nur darauf warten, entdeckt und ausprobiert zu werden. Für mich selbst, ist einfach wichtig, auch regelmäßig mit einem “richtigen Coach“ über meine unerkannten, ungelösten, unbewussten Glaubenssätze zu reden – und sie zu lösen.

Glaubst Du, dass es möglich ist?

Der nächste Schritt:  Was glaubst Du von Dir? Glaubst du wirklich mit jeder Faser deines Believesysthems, dass es möglich ist? Ich sage Dir jetzt etwas, was Dich vielleicht zum Nachdenken bringt: Wenn Du keine negativen Überzeugungen, Ängste und was auch immer hättest, hättest Du Dein Ziel ja schon erreicht. Es kann also daran liegen, dass Du noch nicht wirklich überzeugt bist, von Dir, von Deinem Ziel…

Feng-Shui Maßnahmen ergreifen

Danach kannst Du Feng-Shui Maßnahme: ergreifen: Pinne Dir Deine Ziele an Deine Magnetwand, und aktiviere im Außen, lad Dir die Energie in Dein zu Hause ein. Damit kommst du schon mal ins Tun. 

Um Ziele zu verwirklichen darf man etwas tun. Man darf unbedingt auch ins Handeln kommen. Manche Menschen sitzen da und warten, bis es sich manifestiert. Das sagt z.B. das Buch „The Secret“. Aber das stimmt glaube ich nicht. Ich habe es ausprobiert, habe beim Universum bestellt und gewartet. Und erst seit ich ins Tun gekommen bin, kommt etwas in Bewegung. Wenn ich ein Buch schreiben will, dann darf ich mich hinsetzen und es schreiben. Es reicht nicht, nur den Wunsch zu äußern. Zumindest im Moment noch nicht. 

Das Universum kennt Deinen Weg. Es führt Dich wie ein Navi.
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Das Navi

Mike Dooley hat das einmal sehr schön erklärt: Gib in Dein Navigationsgerät den Ort, die Straße und die Hausnummer ein. Und dann leg den Gang ein und fahr los! Sonst kommst du nicht an. 

Du darfst schon auch losfahren. Leg den Gang ein und gib Gas. Du wirst auf jeden Fall ankommen. Selbst wenn Du unterwegs mal rechts, statt links abbiegst, dein Navigationsgerät wird dir sagen: bitte wenden! Und es wird Dir immer den kürzesten Weg zeigen. 

So wie das Universum. Es kennt den Weg. Es ist ihm auch egal, wie lange Du brauchst, und wie oft du falsch abbiegst. Es bewertet das nicht. Oder hast Du schonmal erlebt, dass Dein Navi Dich verurteilt, ungeduldig wird und Dich nicht mehr Lieb hat, weil Du falsch abgebogen bist? Das wäre mal echt witzig, stell Dir vor, Dein Navi wäre Dir beleidigt, wenn Du falsch abbiegst, und würde dann rumzicken und Dir den Weg nicht mehr zeigen!

Das Universum ist bedingungslos. Genau wie Dein Navi. Es wird Dich immer und immer wieder auf Deinen Weg bringen. Ganz gaaaaaanz sicher.

Alles was Du brauchst, ist Deine blockierenden Stahlmauern zu sprengen. Deine unnützen Glaubenssätze aufzulösen und Dein Ziel, Deinen Wunsch klar zu haben. 

Also schaffe Raum im Innen, indem Du Deine hinderlichen Glaubenssätze auflöst, und aktiviere Deine Lebensbereiche im Außen. Erlaube dem Feng-Shui, deine Ziele zu fördern und Vertraue darauf, dass es Dich führt. So wie das Navi.

Es geht los.

Seit heute habe ich meinen Lauf Trainings Plan. (Start 01.05.) Und bin gleich schon mal hochmotiviert losgerannt… heimlich schon mal ein bisschen trainieren, damit es später leichter wird.

Fühlte sich etwas befremdlich an… diese 2. Erschütterung, die bei jedem Schritt durch meinen Körper ging

Bis mir klar wurde: Das ist der Speck.

Bäh.

Irgendwer soll mal gesagt haben, man soll so lange laufen, wie es Spaß macht.

-> Ich hab dann mal umgedreht.

Nein, nicht sofort. Doch die geplante Strecke habe ich nicht durchgehalten.

Puh… fieser Start… aber war ja zum Glück noch außer Konkurrenz. Und ich hatte viele gute Ausreden… äh… Gründe 😉

  • Da kam eine hässliche Regenfront auf uns zu.
  • Irgendwas in meinem linken Schuh ist gerissen und ich hatte dauernd das Gefühl raus zu rutschen.
  • Und so weiter…

Doch ganz ehrlich? Das deprimierende Gefühl des Schwabbels on Tour war der wirkliche Grund. Ich fühlte mich scheußlich. So maximal unfit.

Jetzt verstehe ich die Menschen, die trotz brutalstem Übergewicht nicht in Bewegung kommen.

Es ist dumm, das ist klar und das wissen diese Menschen auch. Doch ich kann es jetzt verstehen.

Ich werde Morgen wieder raus gehen und laufen. Doch eines ist klar: Der Plan, bis Jahresende Marathonfit zu sein, wird härter als erwartet… NOCH härter.

Wieso?

Weil ich eine enorm starke von weg Motivation habe: Ich erinnere mich sehr genau an das Gefühl, die der ganze Bauchspeck noch nach unten sackte, während mein restlicher Körper längst in eine neue Richtung in Bewegung war.

No, Nay, Never no more! Das ändert sich jetzt!

Ein Glück dass ich mit Fanny, die ja bei LoS! Laufen ohne Schnaufen , Ihrem Laufprogramm bei Fanntastisch, Couchpotatoes zu Läufern macht, genau die Richtige dabei habe. (und ein oder zwei Tricks kenn ich als UnZiele Mentor ja auch)

Doch das Coolste: Wir haben beschlossen, gemeinsam Live-Online-Lauf-Runden anzubieten und die Reise vom Renn-Moppel zum Marathon-Anwärter zu dokumentieren. Du kannst uns also auf dem Weg begleiten. Und mit machen, wenn du willst!

(oh Gott, wird das peinlich… 🥵 )

Wie sagt man so schön: Stay tuned.

Oder: Warum hast du meine Träume verraten?

Was würde mein jüngeres Ich wohl sagen, wenn es wüsste, was aus ihm werden wird? “Was ist bloß aus Dir geworden? Warum hast Du meine Träume verraten?” – Ich weiß nicht wirklich, was es sagen würde aber ich kann mich noch gut an meinen Traum erinnern:

Kind liegt und träumt von seinem Lebenstraum. Lebensziele erreichen mit Zieltraum.
Yaruta

Mit 8 Jahren hatte ich ein großes Ziel. Einen Herzenstraum, einen Lebenstraum, den ich erreichen wollte – ach quatsch – von dem klar war, dass ich dieses Ziel erreiche: Tierarzt.

Mein Lebenstraum

Ich wollte Tierarzt werden. Mit eigener Praxis. Ich liebte Tiere. Besonders die flauschigen und verspielten. Und ich konnte die Vorstellung nicht ertragen, dass solch ein armes Geschöpf leiden musste. (Ja, ich bin sehr behütet aufgewachsen.)

Der Umbau des Hauses meiner Großeltern inkl. Anbau zu einer Tierarztpraxis war quasi schon fertige Sache. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, mit welcher Begeisterung ich in meinen Ferien durchs Haus meiner Großeltern geschlichen bin und die Räume vermessen habe. Ich habe exakte Pläne gezeichnet und mir ausgemalt, wie es wohl werden würde, hier auf dem Dorf eine Tierarztpraxis zu haben. Ich habe sogar ein Buch über Tierpflege gelesen, dass ich auf dem Dachboden meiner Großeltern gefunden habe.

Leidende Tiere würden zu mir gebracht und ich würde sie wieder heil machen, den ich würde ein großartiger Tierarzt werden. Das war klar! – Einfache und wunderschöne Welt.

Ein bisschen erschreckend war es schon, dass ich keine Vorstellung hatte, wie ich den Anbau ermöglichen sollte und auch meinen Großeltern zu erklären, dass ihr Wohnzimmer bald von kranken Tieren belagert würde, gehörte zu den Dingen, über die ich mir noch irgendwann Gedanken machen wollte.

Lebenstraum trifft Realität

Dann kam die “Realität”. – Ich glaube meine Oma war es, die mich mitten in der Planung meines Lebenstraums, mit dem Zollstock in der Hand erwischte und zur Rede stellte. Sie war es auch, die meine Welt erschütterte, als sie mir liebevoll erklärte, dass ich dann auch Spritzen geben müsste. SPRITZEN! Du kannst sicherlich meinen Ekel und meine Bestürzung nachvollziehen, die ich bei der Vorstellung empfand, einem armen, unschuldigen, flauschigen Kaninchen ein kaltes Stück Metall in den Körper stechen zu müssen. – Das war einfach unmöglich.

Lebenstraum trifft Realität: Spritzen
unsplash-logoWendy Scofield

So platzte dieser “Lebenstraum” wie eine Seifenblase am Kaktus und ich gammelte die restlichen Ferien vor dem Fernseher herum. Und die nächsten auch. – Ich gebe zu: Frustrationstoleranz war nicht meine größte Stärke 😉

Schade. Denn in der kurzen Phase meiner Zielbegeisterung habe ich so viel gelernt. Heute kann ich spritzen. Ich mag es nicht. Doch mir ist der Nutzen klar, den es bringen kann. Und ich bin ja keine 8 mehr.

Wie wäre es wohl gekommen, wenn ich bestärkt worden wäre? Wenn mein Umfeld mir Rückhalt gegeben hätte, statt mich auf den “Boden der Realität” zurück zu holen? Wenn sie mir vielleicht sogar gezeigt hätten, wie ich solch große Ziele planen könnte und sie auf kleine Ziele runterbrechen?

Tierarzt werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Und ich glaube auch, dass das gut so ist. Doch ich habe in den Jahren seit der Begegnung mit der Realität viele Träume gehabt, kleine, große und gefühlte Lebensträume, die beim Kontakt mit der Realität wie Seifenblasen zerplatzen.

Lebensträume kamen und gingen

Ich habe Firmen mit Freunden eröffnet und wir haben uns wieder getrennt, ich habe Partnerschaften geschlossen, nur um zu merken, dass unsere großen Ideale doch nicht kongruent waren. Ich habe für Projekte gearbeitet, die dann doch nie kamen und auch genau so wenig Geld brachten.

Viele der Erfahrungen waren nicht schön, andere schon – doch das sollen andere Geschichten werden – und sie haben mich viel gelehrt. Über Lebensträume, Ziele, Realität und Menschen. Doch ganz besonders darüber, wie sehr wir uns selbst verarschen, wenn wir an etwas glauben WOLLEN.

Wie sehr doch die rosarote Brille bei jedem neuen Projekt aufgesetzt wird und selbst die weicheste Vereinbarung plötzlich wie eine verlässliche und belastbare Basis aussieht. Einfach weil wir es wollen.

Wie wichtig es ist, sich mit einem Mentor oder Coach über Ideen und Pläne unterhalten zu können. Das entfernt so schnell die rosa Brille – oder macht sie zumindest so bewusst, dass es meine Entscheidung bleibt, ob ich sie tragen will 🙂

Lebe Deinen Traum!

Traust Du Dich, Deinen Traum zu leben? Der Schlüssel zu einem glücklichen Leben, liegt im Verwirklichen unserer Träume.

Jetzt endlich starten!

Du hast einen Traum. Ob Du nun Tierarzt werden möchtest oder Pilot oder Deine eigene Unabhängigkeit erreichen willst.

Herzlichen Glückwunsch. Denn hier beginnt eine wunderbare Reise voller Begeisterung und Freude – Wenn Du sie richtig angehst.

Weißt Du noch, wie wir als Kinder mit Träumen umgegangen sind?

Wir sind voll darin aufgegangen, haben es gespielt, davon erzählt… Jedem, der es hören wollte. Und dann auch den Anderen. Und wir waren Feuer und Flamme!

Mit dieser unglaublichen Begeisterung haben wir bald Unterstützer angezogen. Denn nicht Jeder lebt seinen eigenen Traum. Manchmal ist es auch wundervoll den Traum eines Freundes zu begleiten und mit einzusteigen.

Wir haben Fragen gestellt, gelernt, ausprobiert. Wir sind auf die Nase gefallen und wieder aufgestanden. Und wir haben weiter gemacht. Wir haben gemeinsam gelernt, geheilt und sind gemeinsam gewachsen.

“Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.” Samuel Beckett

Und kannst Du Dich noch erinnern, wie auch der Traum sich veränderte? Er wurde konkreter. Heute würde ich sagen: Aus dem Traum wurde ein Ziel.

Irgendwann wussten wir genug und hatten genug ausprobiert um zu wissen, was nötig ist, um tatsächlich an unser Ziel zu gelangen.

Wir schmiedeten Pläne, gründeten Banden und trieben uns gegenseitig an weiter zu machen. Denn vor den Freunden und “Followern” einknicken: undenkbar!

Und wie war es, gemeinsam das Ziel zu erreichen? Die Freude, gemeinsam jubeln, tanzen, schreien vor Glück und am Ziel der Träume angekommen zu sein.

Klar gehörte das Teilen der gemeinsamen Beute mit dazu. Und wir hatten gemeinsam so viel mehr gewonnen als nur das Ergebnis unserer Bemühungen.

Und wären wir alleine überhaupt jemals dort angekommen? Hätten wir ohne die aufmunternden Worte, die Ideen und gemeinsamen Träume je die Kraft gehabt, bis zum Ende durchzuhalten?

Lebensziele erreichen ist nicht schwerer geworden.

Im Gegenteil: Es war noch nie so leicht an Informationen zu kommen und sich zu vernetzen, wie heute.

Nur in unseren Köpfen wurden wir klein gemacht:

Die Angst zu versagen, übervorteilt zu werden oder mit unseren verrückten Ideen – unserem Wunsch unsere Lebensziele zu erreichen – nicht akzeptiert zu werden macht uns kleiner als wir jemals waren.

Welchen Traum würdest Du als erstes erleben wollen, wenn es einen Ort gäbe, an dem alles möglich ist, Du frei bist und einfach Du sein darfst?

zieltraum.

Gemeinschaft

Lebe Deinen Traum – Doch wieso solltest Du das alleine tun? So wie alleine spielen nie wirklich Spaß gemacht hat, so bekommen auch unsere Träume erst so richtig Power, wenn wir sie gemeinsam erleben.Teile Deine Träume und gewinne Unterstützer!

Was würde mein jüngeres Ich wohl sagen, wenn es wüsste, was aus ihm werden wird?

“Was ist bloß aus Dir geworden? Warum hast Du meine Träume verraten?” – Ich weiß nicht wirklich, was es sagen würde aber ich kann mich noch gut an meinen Traum erinnern:

Mit 8 Jahren hatte ich ein großes Ziel. Einen Lebenstraum, den ich erreichen wollte – ach quatsch – von dem klar war, dass ich dieses Ziel erreiche: Tierarzt.

Ich wollte Tierarzt werden. Mit eigener Praxis. Ich liebte Tiere. Besonders die flauschigen und verspielten. Und ich konnte die Vorstellung nicht ertragen, dass solch ein armes Geschöpf leiden musste. (Ja, ich bin sehr behütet aufgewachsen.)

Der Umbau des Hauses meiner Großeltern inkl. Anbau zu einer Tierarztpraxis war quasi schon fertige Sache. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, mit welcher Begeisterung ich in meinen Ferien durchs Haus meiner Großeltern geschlichen bin und die Räume vermessen habe. Ich habe exakte Pläne gezeichnet und mir ausgemalt, wie es wohl werden würde, hier auf dem Dorf eine Tierarztpraxis zu haben. Ich habe sogar ein Buch über Tierpflege gelesen, dass ich auf dem Dachboden meiner Großeltern gefunden habe.

Leidende Tiere würden zu mir gebracht und ich würde sie wieder heil machen, den ich würde ein großartiger Tierarzt werden. Das war klar! – Einfache und wunderschöne Welt.

Ein bisschen erschreckend war es schon, dass ich keine Vorstellung hatte, wie ich den Anbau ermöglichen sollte und auch meinen Großeltern zu erklären, dass ihr Wohnzimmer bald von kranken Tieren belagert würde, gehörte zu den Dingen, über die ich mir noch irgendwann Gedanken machen wollte.

Dann kam die “Realität”. Ich glaube meine Oma war es, die mich mit dem Zollstock in der Hand erwischte und zur Rede stellte. Sie war es auch, die meine Welt erschütterte, als sie mir liebevoll erklärte, dass ich dann auch Spritzen geben müsste. SPRITZEN! Du kannst sicherlich meinen Ekel und meine Bestürzung nachvollziehen, die ich bei der Vorstellung empfand, einem armen, unschuldigen, flauschigen Kaninchen ein kaltes Stück Metall in den Körper stechen zu müssen. – Das war einfach unmöglich.

So platzte dieser Traum wie eine Seifenblase am Kaktus und ich gammelte die restlichen Ferien vor dem Fernseher herum. Und die nächsten auch. – Ich gebe zu: Frustrationstoleranz war nicht meine größte Stärke 😉

Schade. Denn in der kurzen Phase meiner Zielbegeisterung habe ich so viel gelernt. Heute kann ich spritzen. Ich mag es nicht. Doch mir ist der Nutzen klar, den es bringen kann. Und ich bin ja keine 8 mehr.

Wie wäre es wohl gekommen, wenn ich bestärkt worden wäre? Wenn mein Umfeld mir Rückhalt gegeben hätte, statt mich auf den “Boden der Realität” zurück zu holen? Wenn sie mir vielleicht sogar gezeigt hätten, wie ich solch große Ziele planen könnte und sie auf kleine Ziele runterbrechen?

“Lebe Deinen Traum. Wir sind das unterstützende Umfeld, dass Du dazu brauchst.” zieltraum

Schritt für Schritt den eigenen Traum leben!

Bist Du es satt anderen zuzusehen, wie sie ihre Träume leben und selber an Deinen Zielen zu scheitern? Kleiner Spoiler: Du bist perfekt. Finde heraus, wie Du Deine Träume lebst, ohne Dich zu verbiegen.

Bleib Dir treu!

Starte in der zieltraum Gemeinschaft durch und lebe Deinen Traum!

Begleitet von Coaches, Trainern, Projektleitern und der Gemeinschaft (nicht zu vergessen jede Menge Online-Inhalte) durchlebst Du im zieltraum-Programm 12 Schritte, mit jeweils einem klaren Ziel. Diese Schritte sind drei großen Stufen zuzuordnen die Dich Deinem Traum Schritt für Schritt näher bringen:

  • Lebe Deinen Traum – Doch mach Ihn erst mal konkret

    In diesem Schritt klären wir, wie sehr Du wirklich für Deinen Traum brennst. Wer mag schon für eine Eintagsfliege Vollgas geben?Du erforschst, was genau Dich daran wirklich motiviert und was Dich bisher davon abgehalten hat.Am Ende dieser Stufe hast Du Dein Ziel gefunden und bist Dir sicher, dass es das ist, was Du in Deinem Leben willst.

  • Der Wunsch ist klar, doch der Weg liegt noch im Nebel

    Gemeinsam gehen wir in die Planung. Was muss wie passieren, damit Du Deinen Traum leben kannst?Wir definieren Dein Ziel nach einer klaren Metrik und arbeiten den Weg heraus, auf dem Du Deinen Traum erreichen willst. Analysieren die Herausforderungen, Klären mögliche Feinde und Verbündete.Am Ende dieser Stufe weißt Du, wie Du Deinen Traum Wirklichkeit werden lässt.

  • Motiviert durchstarten und durchhalten

    Dran bleiben ist hier das zentrale Thema. Und da das nicht immer so einfach ist, geht es in dieser Stufe darum, Dir ein ganzes Arsenal an Hilfsmitteln zur Verfügung zu stellen, die es Dir leicht machen, Deinen Weg zu gehen und schlussendlich: Deine Traum zu leben.Mit dieser Stufe hast Du gelernt, wie Du langfristig Deine Zielmotivation aufrecht erhältst.

Starte jetzt durch!

Nicht reden – TUN!

Wie lange versuchst Du schon, Deinen Traum zu leben – oder zu verdrängen? Was ist Dir diese verlorene Lebenszeit wert?Und was würdest Du Dir am Ende Deines Lebens sagen – rückblickend auf Dein bisheriges Leben?

Nutze Deine Chance!

Es führen mehrere Wege zur Selbsterkenntnis, wer du wirklich bist, was dich aus macht. Und sie sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können.

Da jeder Mensch andere Stärken und Bedürfnisse hat, werden im Folgenden drei sehr unterschiedliche Wege zur Selbsterkenntnis beleuchtet. Möglicherweise ist jeder für sich ein “kleines bisschen” extrem. Vielleicht aber ist einer davon auch für dich genau richtig.

Der Weg des Einsiedlers

Eines der häufigsten Probleme beim Versuch, das Leben deiner Träume zu leben, ist der Einfluss des Umfelds.

Die Gesellschaft hat eine Erwartung dir gegenüber. Deine Freunde, Kollegen und Familie kennen dich auf eine Art, die sie gewissen Verhaltensweisen erwarten lässt.

Es gibt sozusagen eine Formvorlage unseres Charakters. Unsere Rolle passt in die Erwartungen unseres Umfelds wie ein Puzzlestück

3 Wege zur Selbsterkenntnis – Unsere Rolle passt in die Erwartungen unseres Umfelds wie ein Puzzlestück
unsplash-logoRyoji Iwata

Eine Rolle, bestehend aus den Erwartungen und Erfahrungen unseres Umfelds. Es ist die Rolle, die wir täglich spielen. Die Maske die wir tragen, auch wenn wir eigentlich innerlich bereits weiter gegangen sind und uns entwickelt haben. Doch wir können es nicht ausleben. Der Maskensog hält uns in der alten Form. Die Erwartungen unseres Umfelds an unsere Identität fesselt uns.

Doch was, wenn wir die Fesseln sprengen und ausbrechen

Die meisten Menschen, reagieren sie mäßig aufgeschlossen, wenn sich plötzlich ein Element ihrere Welt beginnt zu verändern. “Du kannst doch nicht einfach…” “Du meinst doch nicht, dass das etwas verändert…” sind typische Satzelemente, die du plötzlich zu hören bekommst. Und du findest dich schnell in einer Disskussion, in der du deine gewählte Veränderung rechtfertigen darfst. Rechtfertigen, vor Menschen, von denen du vielleicht eher Unterstützung erhofft hattest

Du kannst dich statt dessen nach Innen besinnen. Den Einfluss deiner Mitmenschen reduzieren und dich mehr darauf konzentrieren, was du wirklich selber willst.

3 Wege zur Selbsterkenntnis – Der Weg des Einsiedlers
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Katherine Moran

Und auch mag sich der Rückzug zwar lohnen, um sich in der Ruhe Klarheit zu verschaffen, über die eigenen Bedürfnisse. Doch das Traumleben der Meisten von uns beinhaltet vermutlich ein Leben außerhalb der Höhle.

Insb. sind die Höhlen im deutschen Voralpenland als Wohnort für den Durchschnittseuropäer leider nur mäßig empfehlenswert und auch rechtlich problematisch.

Was zumindest bedeutet: Das ist keine Dauerlösung.

Du wirst also die Stärke brauchen, deinen Traum auch gegen den Gegenwind deines Umfelds durchzusetzen.

Der Weg des Egoisten

Es ist doch wahr: wir sagen dauernd “Ja” zu Dingen, die wir gar nicht wollen. Weil wir niemanden verletzen wollen, weil wir höflich sein wollen, weil wir gemocht werden wollen.

Und doch ist jedes diplomatische “Ja” eine Lüge, wenn wir eigentlich “Nein” meinten.

Witzigerweise hilft uns unser System dann gerne. Wir vergessen den Termin der Party, auf die wir nur aus Höflichkeit gehen würden in den Kalender einzutragen, verknacksen uns den Knöchel, kurz vorm Umzug dieses entfernten Bekannten, bei dem wir nur zugesagt haben, weil es zu dieser unangenehmen Stille gekommen ist…

Ärgerlich daran ist nur: Weder wir selbst, noch unser Umfeld findet das auf Dauer toll.

Ehrlicher wäre es da doch, einfach gleich ehrlich zu sein: “Nein, ich mag nicht auf Deine Party kommen.” – “Ob ich einen Termin habe? Nein. Ich habe einfach keine Lust.”

Dieser der Wege der Selbsterkenntnis führt durch die Wahrheit. Kalt, klar, direkt.

3 Wege zur Selbsterkenntnis – Der Weg des Egoisten
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Sicherlich gibt es auch freundlichere Varianten. Und doch ist es mal eine spannende Übung für viele Menschen, einfach mal ehrlich zu sein und zu seich selbst zu stehen.

Der Nachteil: Man wird leicht als Egoist wahr genommen, denn es kann nicht jeder damit umgehen, nicht freundlich belogen zu werden, sondern die ungeschminkte Wahrheit zu hören.

Der Vorteil: Die Menschen die bleiben, gewöhnen sich irgendwann daran, dass sie sich auf das verlassen können, was du sagst. Auch im Guten. Und dein System wird dich darin unterstützen. Du wirst merken, dass Du plötzlich deutlich weniger Schusselig und vergesslich sein wirst.

Und: Du wirst nicht nur deine Freunde besser erkennen, sondern auch dich selbst auf diesem Weg deutlich besser kennen lernen.

Der Weg der Kommunikation

Nicht für Jedermann bieten sich die beiden genannten Wege zur Selbsterkenntnis an. Als Eremit ist man doch recht allein und als stets die Wahrheit sprechender Egoist braucht man ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und muss Trennungen von Menschen akzeptieren, die mit zu viel Wahrheit nicht umgehen können.

Doch was wäre, wenn du einfach mit Menschen reden könntest, um zu erfahren, wer du bist? Um dich selbst besser zu verstehen?

Der Weg der Kommunikation - Wege der Selbsterkenntnis
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Es kann so einfach sein…

Frag doch einfach mal dein Umfeld. Deine Freunde, deine Eltern, vielleicht sogar deine Kollegen, welches Bild sie von dir haben. Was sind deine Stärken und Schwächen? Wenn du ein Superheld wärst, wer wärst du? Was ist an dir besonders? Besonders liebeneswert? Was ist evtl unangenehm?Du wirst dich wundern, welche Erkenntnisse du über dich in solchen Gesprächen gewinnen kannst und wie viel du bei der Gelegentheit über dich lernen kannst.

Denn wenn einer deiner Kontakte ein Bild von dir hat, ist das eines. Doch wenn sich eigenschaften davon durch viele Beschreibungen von nahestehenden Menschen ziehen, dann garfst du vielleicht darüber nachdenken.

So unterschiedlich die Wege zur Selbsterkenntnis auch sind, so führen sie doch alle zu einem: Näher zu deinem wahren Ich.

Egal ob Einsamkeit, Ehrlichkeit oder Kommunikation. Du kannst auf jedem dieser Wege mehr über dich selbst erfahren. Und mehr Bewusstsein über dich selbst führt zu mehr Verständnis, was dich wirklich motiviert und wie du deine Ziele leichter erreichst.

Ziele setzen? Ich? Mir?

Nö! Wozu denn? Zielstrebigkeit reizt mich gar nicht. Es geht mir doch gut so.

Als ob ich mir jetzt Stress machen wollen würde!

Aus diesem Hamsterrad bin ich doch gerade erst ausgestiegen.

Ich war Projektleiterin und Teamleiterin und hatte so einige Ziele, die ich erreichen sollte. Mich schauderts schon bei dem Gedanken!

Da gab es Ziele-Workshops zum Ende jeden Jahres und Zielvereinbarungen. Zielerreichungs-Checkups und Zielkorridore. Da gab es Strategien, die in Ziele herunter gebrochen werden wollten. Es gab Jahres- und Projektziele. Zielkoordinierungsgespräche und Zielerreichungsgrade. Es gab Unterziele und Zwischenziele. Nicht zu vergessen die Zielkonflikte und die Hidden Agendas. Zielstrebigkeit als A und O.

Richtig unerträglich wurde dieser ganze Zielehokuspokus für mich, als ich lernte wie ich mit NLP-Methoden Ziele setzen kann. Da stellte ich nämlich fest, dass keines dieser Ziele wirklich das Wort Ziel auch nur verdient hätte. So viel Wirbel um Nichts.

Da war ich doch mit meiner privaten Entscheidung, keine Ziele zu haben, vergleichsweise sehr zufrieden. Ich habe einfach so in den Tag hineingelebt. Das heißt nicht, dass in meinem Leben immer alles gleichgeblieben wäre. Das bedeutet nicht, dass ich mich nicht gerne verändert habe. Ich liebe Veränderungen und Abenteuer. Schon immer. Nur geplant habe ich es nie. Veränderungen machen mir keine Angst und ich habe den festen Glauben, dass alles was geschieht, immer gut für mich ist. 

Ganz ohne Zielstrebigkeit: Mir fliegt alles zu

Aus meiner Liebe zur Veränderung habe ich immer wieder Veränderungen und Chancen in mein Leben gezogen. Heute weiß ich, dass dahinter das Gesetz der Anziehung steckt. Und ich habe tolle Glaubenssätze dazu entwickelt. Einer meiner Lieblingssätze ist „Mir fliegt immer alles einfach zu.“ Geil, oder? Das ist kein Mantra, keine Affirmation. Ich hoffe nicht, dass es stimmt, ich weiß es. Tief, tief in meinem System verankert und durch viele, viele Erfahrungen bestätigt.

So flog mir eines Tages auch NLP zu, als ich begonnen hatte, wirklich große Veränderungen in meinem Leben vorzunehmen und mir noch größere wünschte. Offensichtlich war das Universum der Meinung, ich könnte dabei ein bisschen mehr Unterstützung gebrauchen. Denn noch immer lebte ich einfach so in den Tag hinein. Folgte mehr und mehr meinem Gefühl, wusste aber nicht so recht wohin. 

Aus meinem Job wusste ich, dass Visionen und Strategien dazu dienen, die täglichen Entscheidungen zu erleichtern. Gerade wenn die Entscheidungen in einer klassischen Führungshierarchie delegiert sind. Ich merkte, dass ich mich in Bezug auf große Veränderungen schwertat, Entscheidungen zu treffen. Mir fehlte sozusagen, das große Ganze, die Leitlinie. Wo sollte die Reise denn hingehen? Und dennoch wehrte sich in mir alles, mir private Ziele zu setzen. 

Ziele waren für mich Termine. Bis dahin MUSST Du dieses und jenes erreicht haben. Das wird kontrolliert. Da gibt es Checklisten und Meilensteine. Ich fühle schon bei diesen Sätzen den Kloß im Hals und einen Würgereiz. Wow! Das widerspricht so sehr meiner Persönlichkeit, meinem Charakter. So bin ich einfach nicht. 

Zum Glück – oder dem Universum sei Dank – kam da die NLP Ausbildung in mein Leben geflogen. Ich war nicht begeistert, als ich da auf meinem Stuhl im Seminarraum saß und vorne auf dem Flipchart „Ziele“ stand. Wie oft hatte ich Seminare zu diesem Thema besucht. Laaaangweiiiliiiig! Und dann kam alles anders. 

Zielstrebig ist laaaangweilig. Doch dann…

All meine Glaubensätze über Ziele wurden über den Haufen geworfen! Aber hallo!

Plötzlich sollte ich Ziele fühlen und mir Ziele setzen, von denen ich keine Ahnung hatte, wie ich sie erreichen soll. Whaaat? Da hatte ich jahrelang als Projektleiterin Ziele messbar formuliert und klein gehackt, bis ich wusste wie und wann ich sie erreiche. Klar, wollte ich solche Ziele nicht in meinem Privatleben haben. Doch hier hieß es plötzlich „Mach deine Ziele so groß, bis du dieses Kribbeln in dir spürst, bis du das dringende Bedürfnis hast, dorthin zu wollen.“ und „Was du nicht malen kannst, kannst du nicht erreichen.“ Diese Sätze bewegten etwas in mir.

So hatte ich das noch nie gesehen. Es ergab Sinn für mich und es begann im mir zu arbeiten. Da war ein Teil von mir, der war spontan restlos begeistert. Das war der Teil von mir, der schon immer unbewusst fröhlich vor sich hin manifestierte. Der Teil von mir, der gerne tagträumte und Geschichten schrieb. Dieser Teil von mir, wusste intuitiv wie das geht und war ganz hibbelig darauf, das alles bewusst anzuwenden. 

Und da war ein anderer Teil in mir, der dagegenhielt. Der Teil der so genervt war von diesem ganzen Zielezirkus im Büro. Der Teil dachte immer noch „Ja, ja. Dann träumst du dir so ein schönes Ziel zusammen und dann, warte nur, dann kommt der Moment, wo die hier auch sagen, dass du es runterbrechen musst und Zwischenziele brauchst und Termine mit dir selbst vereinbaren sollst. Warte nur ab. Das ist doch immer so!“

Abends ging ich am See spazieren. Ganz allein. Ich brauchte Ruhe, nach diesem aufwühlenden Seminar. Ich begann in meinen Erinnerungen zu kramen. Ich betrachtete nochmal die Veränderungen, die ich erfolgreich umgesetzt hatte. Wie hatte ich das gemacht? Und die Dinge, die in meinem Leben einfach nicht vorwärts gehen wollen. Wie mache ich es da?

Ilka Jörg Zielstrebigkeit und Lebensfreude beim Spiel am See auf zieltraum
Ilka Joerg

Und da ging mir ein Licht auf. Ich hatte doch schon immer private Ziele. Die entsprachen nur nicht der alten Definition, die ich im Projektmanagement gelernt hatte. Es waren schon immer Ziele, die ich fühlen und malen konnte, die ich spielend leicht erreichte. Unbewusst.

Ziele, die ich malen kann

Genial! Ja, solche Ziele will ich. Damit konnte ich etwas anfangen.

Dennoch war es nicht so einfach mein unbewusstes Vorgehen auch ins Bewusstsein zu überführen. 

Ich wollte ein glückliches Leben. Wie soll ich das denn malen? Was gehört da alles dazu? Was macht mich glücklich? Wow. Diese Form von Zielen, war eine riesige Herausforderung. Sie forderte mich heraus, auszuprobieren. Denn ich wusste noch gar nicht wirklich, was mich alles glücklich macht. Und gleichzeitig, entsprach es doch sehr meinem bisherigen „ziellosen“ Vorgehen, meinem Gefühl zu folgen.

Es dauerte, bis ich Ziele für mich gefunden hatte. Ziele, die ich malen konnte. Ziele, die ich mir so groß gemacht habe, dass sie nicht nur Kribbeln, sondern ein tiefes Verlangen in mir auslösen. Ziele, die so groß sind, dass ich mich manchmal noch scheue sie auszusprechen, weil sie einfach RIIIIIESIG sind. Ziele, von denen ich nicht weiß, wie ich sie erreichen kann, nur dass ich sie erreichen will. 

Zielbild Visionboard Zielstrebigkeit und Lebensfreude auf zieltraum
Ilka Joerg

Alleine hätte ich das nicht geschafft. Dazu habe ich immer wieder Unterstützung benötigt und mir Hilfe geholt. Ja, ich habe auch wirklich Geld dafür ausgegeben und Coaches bezahlt mir zu helfen. Das war nötig. Ich hatte ja fast 40 Jahre völlig anders gedacht. Da war auch immer noch diese kleine Projektleiterin in mir, die immer wieder Dinge sagte wie „Jetzt fang mal an mit deiner Rückwärtsterminierung!“ oder „Was sind denn die einzelnen Arbeitspakete?“. Solche Sätze erzeugten in mir immer wieder Widerstand. Und ich wollte jetzt doch keine Zeit mehr verschwenden. Ich wollte keinen langsamen Prozess, mit gefühlten 1000 Rückschlägen und es mir selbst immer wieder zerreden. Ich bin so ein All-in-Mensch. Ich wollte schnelle, leichte Veränderung, damit ich dann wirklich durchstarten kann. Dafür habe ich also wirklich nochmal in mich investiert. Das hat sich unglaublich gelohnt für mich.

Und da bin ich wieder zurück an meinem Ausgangspunkt. Ich liebe Veränderungen und ich folge meinem Gefühl. Und jetzt hat mein Gefühl eine Leitlinie. Ich weiß, was ich eines Tages erreichen will und so entdecke ich viel leichter die Chancen, die so in mein Leben geflogen kommen, und die in die richtige Richtung führen.

Zielstrebig dank großer Ziele

Dank meiner riesigen Ziele, in die ich mich jeden Tag hineinfühle, habe ich immer wieder den Mut, meine Komfortzone zu verlassen und etwas Neues auszuprobieren. Denn Ziele entwickeln sich unterwegs. Ich ändere sie immer wieder. Ergänze sie. Detailliere sie. Oder ersetze Teile davon komplett. Früher dachte ich tatsächlich, dass ich Ziele nicht ändern darf, wenn ich sie einmal gesetzt habe. Dass ich sie dann erstmal erreichen muss, bevor es von dort aus weiter geht. In meiner alten Job-Welt nannte man das „moving Target“ und die sind böse. Ich muss gerade lachen. Ich hatte früher wirklich Stress auf Ziele. Vielleicht nennt Holger diese neue Art der Ziele auch deswegen UnZiele. Denn sie sind wirklich komplett anders.

Früher habe ich auch gedacht, dass sich Zielstrebigkeit und Lebensfreude widersprechen. Heute bin ich so dankbar für die Erkenntnis, dass sie zusammengehören wie Pommes und Mayo. Jedenfalls in meiner Welt.

Apropos meine Welt. Vielleicht fragst du dich ja, was sich bei mir mit den UnZielen alles verändert hat.

Erstens: Ich bin keine Projektleiterin mehr. Ich habe meinen Job gekündigt und mich selbständig gemacht. Heute bin ich HypnoseCoach und helfe Menschen dabei ihren inneren Kompass wieder zu finden: ihre Gefühle. Die sind nämlich dein allerwichtigstes „Tool“ um deine UnZiele zu finden und auf dem Weg zu navigieren. Warum viele von uns ihre Gefühle nicht so richtig wahrnehmen und wie du das ändern kannst, das ist eine andere Geschichte. Wenn du neugierig bist, schau doch mal auf meiner Seite vorbei 

Zweitens: Ich lebe in einer unvorstellbar glücklichen Beziehung und wir haben so viele großartige, gemeinsame Träume. Wir wachsen an einender und miteinander und beflügeln uns gegenseitig. Ich hatte nie geglaubt, dass Freiheit und Geborgenheit gleichzeitig gehen, aber als ich mir darüber klar wurde, dass ich genau das will, ging es doch.

Glücklich gemeinsam auf dem Fahrrad Zielstrebigkeit und Lebensfreude auf zieltraum
Stefanie Gladbach Fotografie

Drittens: Ich liebe mein Leben jeden Tag und warte nicht mehr darauf, dass irgendetwas passiert, was mich glücklich macht. Ich habe das komplett selbst in der Hand. Immer. Das ist das wundervollste Gefühl überhaupt.

Viertens: Ich habe mich von den Zielen anderer befreit. Denn meine Gefühle und meine UnZiele leiten mich dahin wo ich mich gut fühle. Was auch immer in unserer Gesellschaft als erstrebenswert gilt oder die Werbung uns Glauben machen will. 

Unterm Strich, bin ich jetzt einfach ich. Durch und durch. Und ich freue mich jeden Tag so sehr auf meine Ziele, als ob ich schon da wäre. Ha! Das ist vielleicht die Quintessenz der UnZiele. Wenn du dich beim Planen schon so freust, als ob du es schon erreicht hast, dann hast du es schon erreicht. Fühl da mal drüber nach. ?

Was habe ich mich beeilt heute recht früh aus dem Büro zu kommen! Schnell nach Hause gehetzt und nun….spüre ich, dass ich mich eine halbe Stunde auf die Couch legen werde. 

DABEI MUSS ICH DOCH NOCH DIESEN BEITRAG FERTIG MACHEN!

Aber so ist es …Mein Körper, meine Seele möchten ausruhen. Ja, und da gibt es diesen Anteil, diese Instanz in mir. Die, die WEISS wo und wie es am besten fließt: mein Leben. Und diese Stimme ist mittlerweile ziemlich laut und deutlich.

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, was ich unter innerer Führung verstehe und warum es so wichtig ist sich mit ihr anzufreunden und zu beschäftigen. Wichtig für uns alle.

Und ganz besonders für all die Menschen, die Ziele – vielleicht sogar große Ziele! – verfolgen in ihrem Leben. Ihnen kann sie Navi und Lehrer sein, genauso wie Antrieb in schwachen Momenten und Sie hilft ganz wunderbar dabei die Kräfte sinn- und maßvoll einzusetzen. 

Nur weniges ist wertvoller für einen erfolgreichen Weg z.B. in die Selbständigkeit, wie die eigene innere Führung kennenzulernen, zu erfahren und ihr ganz und gar vertrauen zu lernen. 

Über innere Führung, innere Stimme überhaupt nachzudenken, setzt die Annahme eines Anteils in uns voraus, der über tieferes Wissen und Weisheit verfügt, als unser „normaler“ Alltagsverstand. 

Manche nennen das: Seele. Oder „Höheres Selbst“. Ich nenne es Herzensstimme, denn ich bin eine „Fühlerin“. Ich fühle mittlerweile unmittelbar, was meine Herzensstimme mir sagt. Nur in ganz besonderen Momenten – z.B. in unmittelbarer Gefahr – höre ich wirklich Worte in den Ohren auch.

Welches auch immer Dein bevorzugter Kanal für die innere Wahrnehmung ist: es gibt sie, Deine innere Führung und Du kannst lernen sie wahrzunehmen.

Wenn Du dann die ersten Schritte auf diesem Weg gegangen bist, stellst Du ganz schnell fest: Deine Führung hat zwei Geschwister im Gefolge, die Du auch kennenlernst wirst, wenn Du Dich Deiner inneren Führung öffnest. Diese beiden heißen MACHT und (Selbst)VERANTWORTUNG.

Diese DREI sind unzertrennlich und Du tust gut daran, sie gleichwert(ig) zu schätzen und ihre geschwisterliche Verbindung (an)zuerkennen. 

Und…ich sach ma…diese Drei in Dir gut zu kennen, zu lieben und bewusst zu händeln, macht Dich super stark und ausgeglichen zugleich!

Denn wenn Du Deiner inneren Führung folgst, ermächtigst Du Dich selbst. Du ermächtigst Dich, die Führung und die Macht über Dein eigenes Leben und Sein auszuüben. Und schon lauerte die dritte im Bunde: zu verantwortest auch zu 100% Deinen Weg. Keine Macht der äußeren Welt kann das für Dich tun. Kein Mensch außerhalb von Dir kann Deinen Weg für Dich gehen. Auch wenn die ersten Meter wackelig und voller Unsicherheiten sein mögen…Du wirst schnell immer sicherer und…selbstvertrauter. Du wirst Dir Deiner Selbst bewusster werden.

Und Du kannst ganz bald Deine Energie und Kraft besser einteilen und im genau richtigen Moment auch einsetzen. So erreichst Du leicht und ohne Anstrengung viel mehr. Erreichst Deine Ziele.

Deine Ziele erreichst Du dann ganz leicht und freudig, wenn Du Dich Deiner inneren Führung/ Deiner inneren Stimme anvertraust. Deinem Navi für Deinen Weg. 

Du kannst Dich natürlich auch entscheiden – entgegen der Empfehlung Deines Navis – sämtliche Nebenstraßen abzufahren und auch nochmal eine Weile in einer ganz anderen Richtung Deinen Weg zu suchen. Wahrscheinlich kommst Du irgendwann so auch ans Ziel, aber wahrscheinlich viel später und Du musst dich viel mehr verausgaben dabei.   

Ich musste mir vorhin einen kleinen Schupps geben… Ich war so sicher, dass ich unbedingt und sofort weiterarbeiten MÜSSTE an diesem Beitrag, weil ich sonst niemals fertig werden würde. 

Zum Glück aber habe ich diesen bloßen Gedanken überwunden, bin meiner inneren Führung gefolgt und habe letztendlich 20 Minuten geschlafen. Bin dann ohne Wecker aufgewacht und nun so frisch, wie ich selbst heute Morgen nicht war. Ich habe das Notebook aufgeklappt und ein leeres Dokument aufgerufen. Dann habe ich einfach drauflos geschrieben. Und: es floss. Und ich wusste: alle anderen Worte, Seiten und Teile, die ich schon in den Tagen zuvor geschrieben hatte, waren nur Übungen für DIESEN Moment gewesen. 

Diesen Moment, in dem ich Dir von innerer Führung, Deiner Herzensstimme und dem Segen, den sie für Dich bereit hält, erzählen wollte.

Von Herzen alle Liebe für Dich!

AYNA

Ich will eine Pause! Keine 5 min, nein: Eine Richtige! So mit “Kopf endlich mal wieder richtig frei kriegen” und endlich mal nicht das Gefühl haben, gejagt zu werden von meinen 134.658 Aufgaben.

Ich kann nicht mehr! Jeden Tag gegen den Social-Media-Strom anschwimmen. Posten, posten, kommentieren… alles um nicht vergessen zu werden. Um vielleicht doch eine Marke aufbauen zu können, vielleicht doch als Coach erfolgreich zu werden.

Was war?

Vergessen.

Schnell eine Tasse Kaffee – Dann geht es weiter…

Pause machen vorm Laptop mit einer Tasse Kaffee – Ich will eine Pause
Alessandro Bianchi

Willkommen in meinem Kopf

Werbung schalten, den Kongress bewerben, Herzblut hinein stecken, über den eigenen Schatten springen. Und etwas geschockt die Auswertung sehen: 8,53 € pro Klick? Wahnsinn. Dann lieber wieder abschalten.

Die Beobachtung:
Jeder 100. Besucher der Webseite bucht den Kongress.
Jeder 10. Besucher eines Kongresses bucht das Premium-Programm.

Die Rechnung:
8,53 x 100 x 10 = 8.530 € pro Teilnehmer in einem Programm für 360 € im Jahr.

Nicht nur, dass ich ein Werbe-Budget von 853.000 € bräuchte, um die 100 Teilnehmer in mein Programm zu bekommen, die finanziell dafür sorgen würden, dass ich mich voll um diese Gruppe kümmern könnte…
Bis der ROI (return of investment) erreicht wäre, müsste jeder Teilnehmer 23,7 Jahre zahlendes Mitglied bleiben. Und das nur um das Werbebudget auszugleichen. Gelebt hätte ich in diesen 23,7 Jahren dann von Luft und Liebe.

Kurz: Irgendwas passt da noch nicht.

Wie haben das Andere geschafft? Ist die Zeit des sichtbar Werdens über Facebook vorbei? Müssen neue Strategien her? Oder ist meine Werbung einfach zu schlecht?

Orientierung

Zugegeben: Ich sollte vielleicht meinen eigenen Ratschlag befolgen und manche Dinge von Experten erledigen lassen. GERADE weil Geld und Zeit knapp sind.

Oder will ich noch 5 Jahre auf Minimum vor mich hin vegetieren?

Gerade stelle ich fest, wie mich das Schreiben vom ursprünglichen Titel entfernt hat: Ich will eine Pause.

Doch, wenn man darüber nachdenkt: So weit fort haben mich meine Gedanken gar nicht getrieben.

Will ich wirklich eine Pause?

Ja! Will ich! Ich will die Füße hoch legen und endlich meine Ruhe haben. Doch wovon?

Ich will eine Pause. Wirklich!

Ich will eine Pause davon, teuer Werbung zu schalten, die dann nicht konvertiert!

Ich will eine Pause von Kooperationen, bei denen ich nur drauf zahle.

Ich will eine Pause vom Schreiben auf Facebook. Ich treffe ja offensichtlich nicht den Nerv der Zeit für die digitale Bildzeitung, sondern stecke nur Unmengen an Zeit in ein schwarzes Loch.

Ich will eine Pause von Fehlinvestitionen in Firmen, die viel Versprechen und mich nach halb getaner Arbeit sitzen lassen. (Ja, Verträge mit horrenden Strafen hätten das verhindern können… ich werde das für die Zukunft ergänzen 😀 )

Ich will eine Pause davon, mir über Verträge und Rahmenbedingungen den Kopf zu zerbrechen. Bis hin zu der Frage, ob mein Geschäftsmodell durch Artikel 13 nicht sowieso unhaltbar wird.

Ich will eine Pause von der Frage: Wenn es so viel Widerstand in meinem Business gibt, bin ich dann auf dem richtigen Weg? Sollte es nicht leicht gehen, wenn ich meinem Herzen folge? Folge ich denn meinem Herzen? Höre ich mein Herz unter dem ganzen Geschrei in meinem Leben überhaupt?

Ich will eine Pause davon, eine Pause zu brauchen. Wo ist denn meine ganze Energie hin? Kaum springen in meinem CoCreation-Projekt 50% der Leute spontan ab, schon stelle ich die Idee in Frage und bin energielos und platt?

Ich will eine Pause. Denn ich will mit meinen Projekten richtig durchstarten.

Mit Deinem Ziel durchstarten
SergeyNivens

Heul nicht – Was willst Du denn?

Ich will mein Ziel noch klarer formulieren.

Ich will mir mehr Zeit für mich nehmen um auf mein Herz zu hören.

Ich will mit Partnern arbeiten, die mich ebenso unterstützen, wie ich sie.

Ich will Vereinbarungen treffen, die auch eingehalten werden.

Ich will mit voller Energie meinem Traum folgen.

Denn wann bin ich am begeistertsten? Wann bekommt mein Gesicht Farbe und ich sprühe und sprudle auf ein Mal über vor Energie?

Wenn ich Menschen helfen kann. Besonders als Coach. Wenn ich die Schwachstellen ihrer Strategien erkenne, die sie abhalten ihre Ziele zu erreichen. Wenn ich Dir helfen kann, Deine Berufung und Deine Stärken zu erkennen. Denn ich will Dir helfen, Dein Licht zu entzünden.

Puh. Das klingt ja fast, wie die Neujahrsansprache der Kanzlerin…

Dein Licht entzünden?

Nein! Das muss ich gar nicht.

Dein Licht war schon immer da. Du warst schon immer großartig und hast diese Stärken auch schon vor unserem Gespräch. Ich helfe Dir nur, den dicken Vorhang aus Selbstzweifeln zu entfernen und die Luftzufuhr für Dein Leuchtfeuer wieder zu öffnen.

Atme, lebe, strahle!

Zu meiner Schulzeit war ich leidenschaftliche Handball-Torhüterin. Ich trainierte mehrmals die Woche. “Gutes Training ist der Weg zum Ziel” dachte ich mir. Und ich freute mich besonders auf die Turniere, meine Saison-Highlights.

Eine Saison glich der Anderen. Training, Training, Training. Dann die großen Turniere.

Bis ich eines Tages, nach bereits mehreren Spielen an dem Tag bei einem solchen Turnier im Tor stand und meine Mannschaftskameradinnen über das Feld laufen sah – hin und her. Ich fragte mich, wie viel sie eigentlich insgesamt laufen. “Da könnte ich ja glatt einen Marathon laufen”. Das war mein erster Gedanke an einen Marathon. Jedoch verschwand er auch wieder so schnell, wie er aufgetaucht war und das für viele Jahre bis 2013.

Doch verschwand er nie ganz. Im Jahr 2013 war in meiner Firma ein Stadtlauf mit einem Halbmarathon ausgeschrieben. Und ich merkte, dass ich es gerne wüsste. Schaffe ich einen Halbmarathon? Wie wäre das Gefühl auf dem Weg zum Ziel? Doch leider konnte ich nicht teilnehmen, da ich beruflich genau zu diesem Datum auf einer Fortbildung war. Zwar fand ich es sehr schade, doch gleichzeitig freute sich ein Teil von mir, dass ich mich dieser Herausforderung nicht stellen musste. Und wieder war der Gedanke damit erst mal abgehakt. Für genau 712 Tage.

Der Halbmarathon als Weg zum Ziel: Marathon

Nicht ohne gezieltes Training

2015 dann gab es allerdings keine Ausrede mehr. Ich zögerte, ob ich das als Gelegenheits-Läuferin wirklich schaffen könnte und beriet mich mit einem damaligen Freund und Lauftrainer.

Er war zuversichtlich, dass ich einen Halbmarathon mit gezieltem Training laufen könnte, doch an der Zielzeit zweifelte er. Jetzt war es soweit. Mein Ehrgeiz war gepackt und ich meldete mich an. Es gab es kein Zurück mehr und ich wollte es durchziehen. “Träumen oder Machen” war meine damalige Devise. Also suchte ich mir aus einem Lauf-Buch einen Trainingsplan raus und fing mit meinem Training an.

Gezieltes Training war im Gegensatz zu meinem bisherigen laienhaften Hobby-Training eine große Umstellung. Ich machte viele Fehler und nutzte so fast jede Lernchance, die sich mir bot.

Schritt für Schritt zum Marathon als Weg zum Ziel

Dennoch merkte ich schon bald eine große Verbesserung meiner Fitness. Ich war auf meinem Weg zum Ziel und trainierte hart für meine Zielzeit von unter 2 Stunden. Ich meldete mich bei einem Triathlonverein an, um Unterstützung und Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Leider bekam ich dort nur sehr wenige für mich nützliche Tipps.

Mit jedem Tag rückte der Halbmarathon näher und in den letzten Trainingseinheiten bin ich meiner Zielzeit schon sehr nahe gekommen. Das war für mich die Bestätigung: Ich konnte es schaffen. Der Weg zum Ziel war frei!

Halbmarathon in Stuttgart

Sehr aufgeregt und hin und hergerissen bin ich also am Tag des Stadtlaufs zum Startpunkt gegangen. Ich wusste, dass ich es schaffen kann und dennoch fragte ich mich immer wieder, ob ich auch an diesem Tag meine Leistung abrufen kann.

Der Startschuss fiel und ich lief und lief und lief. Und nach 1h53min genoss ich die letzten Meter auf meinem Weg zu Ziel. Die Stimmung trug mich und ich war Überglücklich. Ich war in diesem Moment zwar einfach nur k.o. doch gleichzeitig so überwältigt von den Emotionen, dass ich meine Erschöpfung erst viel später richtig spürte.

Wenn Laufen zur Gewohnheit wird

Da für mich inzwischen das Laufen zu einem festen Bestandteil meines Tages geworden war und es mir so gut tat, wollte ich an diesem Punkt nicht aufhören. Die Gedanken an den Weg zum Ziel beim Halbmarathon waren noch so präsent und ich fragte mich, ob ich vielleicht doch auch einen Marathon in ähnlichem Tempo laufen könnte. Also in weniger als 4 Stunden.

Diese Frage ließ mich nicht mehr los und so meldete ich mich mit zitternden Händen zum Marathon an.

Wie ich mich zum Marathon motivierte

Ich wollte es all den Zweiflern zeigen

Ich trainierte nun seit 3 Monaten, war völlig k.o. vom Halbmarathon und wollte in nur 3 weiteren Monaten einen Marathon laufen. Die meisten Leute in meinem Umkreis hielten mich für verrückt. Genau das spornte mich noch mehr an. Ich wollte für mich meine Komfortzone verlassen und diesen Marathon laufen. Natürlich wollte ich es auch allen Zweiflern zeigen. Ich erzählte fast überall von meinem Ziel. Damit setzte ich mich zwar selbst noch etwas mehr unter Druck, denn blamieren wollte ich mich auf keinen Fall. Doch es half mir sehr auf dem Weg zu meinem Ziel. Denn so trainierte ich fleißig bei Sonnenschein wie auch bei Regen. Ich erhöhte sogar die Häufigkeit und Intensität meines Trainings. Ich wollte es unbedingt schaffen und träumte weiterhin von meinem Zieleinlauf unter 4 Stunden.

Fanny Theymann entdeckt den Marathon als Weg zum Ziel

Regelmäßige Nachfragen wie denn das Training läuft und wie viel ich am Wochenende gelaufen bin motivierte mich regelmäßig aufs Neue. Selbstverständlich waren auch immer Zweifel da, aber ebenso unglaubliche Motivation und ich glaube ich war noch nie vorher so diszipliniert und zielstrebig gewesen.

Der Rückschlag

Die ersten Wochen des Trainings liefen gut und nach Plan. Doch dann bekam ich eine Verletzung im Bein und durfte nicht laufen – 6 Wochen lang. Ich fragte mich nur einen Moment ob es das Aus für mein Ziel ist. Doch diese Frage konnte ich entschieden mit Nein beantworten, so sehr wollte ich diesen Marathon laufen. Ich war zwar enttäuscht und dennoch war ich mehr denn je auf mein Ziel fokussiert.

Nach wenigen Tagen waren die Schmerzen verschwunden und ich durfte und sollte sogar Gehen und das Bein bewegen. Damit nahm ich mein Training wieder auf. Diesmal nicht laufend sondern gehend. Es kostete mich fast doppelt so viel Zeit – Tag für Tag. Wochenends bin ich die langen Laufeinheiten von 30 km gegangen und war stundenlang unterwegs. Doch ich konzentrierte mich auf mein Ziel. Andere Dinge wurden unwichtig und mussten einfach zurückstecken. Ich wollte diesen Marathon finishen.

Unter diesen Umständen geriet auch die Zielzeit von unter 4 Stunden etwas in den Hintergrund, doch sie blieb in meinem Kopf wie eingebrannt. 3 Wochen vorm Marathon durfte ich wieder richtig trainieren und so absolvierte ich die letzten Laufeinheiten voller Vorfreude aber auch mit Respekt.

42,195 km sind, wie ich im Training feststellen durfte, in der Tat eine große Distanz und ordentliche Herausforderung. Am Tag des Marathons stand ich sehr früh auf und fuhr ich mit ordentlichem Herzpochen die Strecke zum Ort des Marathonlaufs.

Der Weg zum Ziel beginnt

Ein erfahrener Ironman und Marathon-Läufer wollte mich während des Laufs begleiten und meinen Pace-Maker (Zugläufer oder in seinem Fall auch Antreiber) machen. Das beruhigte mich etwas. Dennoch war ich tierisch nervös.

Doch dann viel der Startschuss und ich lief einfach los. Es gab mit jedem Kilometer unzählige verschiedene Gedanken, doch ich lief immer weiter und weiter.

Einsteinmarathon in Ulm

Die marathon Strecke

Die erste Hälfte des Marathons war für mich einfacher als der Halbmarathon zuvor und dennoch gab es Zweifel, ob ich noch einmal dieselbe Strecke, also die zweite Hälfte, laufen kann.

Es gab jetzt allerdings kein Zurück mehr. Wenn ich jetzt aufgeben würde, dann hätte ich zu viel dafür bezahlt. Ich war 1000 Trainingskilometer für diesen Marathon in den letzten 6 Monaten gelaufen bzw. gegangen. Und bereits die Hälfte meines Marathons lag hinter mir.

So wurde es mit jedem weiteren Kilometer immer absurder aufzugeben. Ich hatte zwar unglaublich schmerzhafte Blasen an den Füßen aber sonst war ich noch fit und konnte noch einen Schritt machen und noch einen usw. Ja es war anstrengend und mühsam. Aber es war ja auch kein Spaziergang.

Körperlich war ich so fit auch die letzten paar Kilometer noch zu laufen und in Gedanken stellte ich mir bereits vor, wie ich über die Ziellinie laufe. Es war zwar fraglich, ob ich meine Zielzeit erreiche, doch ich gab mit jedem Schritt mein Möglichstes. Ich machte immer nur den einen Schritt – Schritt für Schritt.

Dann waren es nur noch 2-3 Kilometer und ich wusste, ich würde in wenigen Minuten durch das Ziel laufen. Als am Rand eine Zuschauerin dann anfeuerte und sagte es sei nur noch knapp ein Kilometer überwältigten mich die Emotionen. Ich  war ergriffen von den Erlebnissen auf dem Weg bis zu diesem Ziel und unendlich stolz auf meine Leistung.

Je mehr ich dann in Richtung Ziel lief, desto mehr Zuschauer standen am Rand und gefühlt wurde ich getragen. Ich begann zu fliegen und lief mit einer Leichtigkeit als wäre ich gerade erst losgelaufen und unter Tränen in das Ziel nach 3h:56 min umgeben von 1000 klatschenden Zuschauern ein.

Fanny Theymann beim Halbmarathon in Ulm auf dem Weg zum Ziel

Das war der bis dahin bewegendste Moment in meinem Leben. Ich hatte so viel in der letzten Zeit über mich lernen dürfen. Eines davon war, dass ich mir mehr zutrauen und mehr an mich glauben darf, auch wenn Andere es nicht tun. Eine solche Leistung ist vielleicht für Andere unvorstellbar, aber das hat Nichts mit mir zu tun.

Dabei hat mir sehr geholfen, dass ich mich vorher mit meiner Ziele-Strategie auseinandergesetzt habe und wusste, wie ich mich immer wieder motivieren kann. Ich glaube sogar, dass ich ohne das Wissen mein Ziel nicht erreicht hätte, weil ich an irgendeinem Hindernis vorher aufgegeben hätte.

Inzwischen bin ich schon mehrere Marathons gelaufen und helfe Anderen mit dem Laufen zu beginnen und evtl. ebenso einmal einen Halbmarathon oder Marathon zu laufen.

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