Feng Shui für Ziele

Feng Shui Anja: “Denn wenn Du alles richtig machen würdest, hättest Du Dein Ziel ja schon…“ 

Ich habe es liebevoll gesagt. Mit leiser Stimme und einem liebevollen Gefühl. Ich vertraute darauf, dass sie durch diese kleine Provokation rauskommt, aus ihrer Rechtfertigung, raus aus ihrer Blockade, raus aus ihren störenden Überzeugungen und Ängsten und dem ganzen, unnützen Zeug. 

Es war soooo schöööön, als ich augenblicklich merkte, dass dieser eine kleine Satz bei meiner Kundin große, schwere Steine ins Rollen gebracht hat. 

Inzwischen hat M. aufgehört, sich zu wehren, und ihr Ziel längst erreicht. Auf einmal ging nämlich alles ganz schnell. Sie hat etwas „verstanden”, sich geöffnet, Blockaden und Ängste gelöst und schlussendlich, Feng-Shui Maßnahmen ergriffen, und zack!! Auf einmal war sie mitten drin – in ihrem Ziel –  und ist es noch!

Also mal von vorn:

Du kannst mit Feng Shui Deine Ziele fördern.

In den 9 Lebensbereichen des Feng Shui Baguas gibt es zwei Bereiche, die Du aktivieren kannst, wenn Du magst, um die Energie zu aktivieren.

Vergegenwärtige Dir, dass Ziele oder Wünsche erstmal reine Energie sind. Sie sind erstmal nur in unseren Gedanken und Gefühlen. Visionen sind also am Anfang, reine Energie. Und für die Energie, ich nenne sie heute mal Ziele Energie,  schaffen wir Raum. Wir machen Platz dafür und wir laden sie im Außen ein. In unsere Räume. In unser Zuhause.

Konkret sind die Lebensbereiche „Kinder/Kreativität/Zukunft“ und „hilfreiche Freunde“ DIE Lebensbereiche, welche ich als Feng Shui Beraterin empfehle, um die Ziele Energie anzuziehen. 

Das Feng Shui Bagua

Hier habe ich für Dich das Feng Shui Bagua, das kannst Du über Deinen Wohnungs-/Hausgrundriss legen. Die Eingangstüre ist dabei immer unten. Also dreh den Plan so, dass Dein Eingang in einem der unteren Bereiche ist. Wenn du einen „komplizierten” Grundriss hast, kannst Du mir gerne eine Nachricht schicken, dann helfe ich Dir.

Fengshui geomancy bagua octagon diagram
Photo by mrprofan on Deposit Photos

So, und jetzt kannst du gleich mal schauen, was sich dort in deinem zu Hause befindet. Ist dort aufgeräumt, oder sind hier Kruschelecken. Gefällt dir die Einrichtung dort oder geht da noch was? Ist es harmonisch und hell, oder dunkel und irgendwie unausgeglichen. Stört etwas? Führe Dir vor Augen, dass Du Dir Deine Ziele Energie einladen möchtest. Tust Du das? Fühlt sie sich willkommen? Kann sie leicht fließen?

Den Lebensbereich Kinder/Kreativität/Zukunft aktivieren

hier kannst Du z.B. eine Magnetwand oder eine Magnettafel nehmen. Denn so einfach kannst Du mit Feng Shui Deine Ziele fördern: der Magnet zieht Dinge an. Das ist cool, oder? Deine Visionen auf einer Magnetwand zieht sozusagen Deine Zielenergie wie ein Magnet an. Die Farbe der Magnettafel/-Wand sollte Gelb, Braun, Beige, Ocker, Terrakotta, Schlammfarben sprich – Erdfarben sein.

Feng Shui Magnettafel
Photo by mrsiraphol on Deposit Photos

Wenn Du noch mehr tun möchtest, um dir mit Feng Shui Deinen Raum für Deine Ziele zu erschaffen, kannst du z.B. auch mit Symbolen arbeiten:

Für den Lebensbereich “hilfreiche Freunde“ gilt: 

Mach Dir bewusst, dass es bei dem Feng Shui Lebensbereich „hilfreiche Freunde“ auch darum geht, welche Menschen für Dich da sind, wenn Du sie brauchst. Und auch, welch ein guter, hilfreicher Freund Du für andere bist. 

Den Lebensbereich “hilfreiche Freunde” kann man allerdings auch noch ganz anders verstehen. Es könnte das Universum sein, dass Dich dabei unterstützt, deine Ziele zu verwirklichen. Oder Engel, Deine Ahnen – alles was Du glaubst, dass Dich unterstützt. Ich kenne viele Menschen, die daran glauben, dass es eine Quelle, eine Kraft gibt, die „größer” ist als sie. Also eigentlich kenne ich, glaube ich, niemanden, der das nicht glaubt. Falls du Engel magst, einen Engel (oder mehrere), falls du Ahnen hast, mit denen Du dich verbunden fühlst, ein Bild von ihnen. Du kannst mit Feng Shui deine Ziele auch einfach wieder mit Farben fördern, die dem Element Erde entsprechen, aktivieren: Gelb, Ocker, Terrakotta, Beige, Braun, Erdfarben, Schlammfarben…)

Feng Shui Engel als hilfreiche Freunde
Photo by newlight on Deposit Photos

Und dann, wenn man eine Feng Shui Maßnahme tätigt, indem man Lebensbereiche aktiviert, dann kommen oft keine guten Gedanken und Gefühle hoch. Und das erfüllt mich einfach jedes mal so sehr mit Dankbarkeit. 

Weil ich sehe das immer als Potenzial, als Chance, als Hinweis, dass ich da noch was tun kann, wenn ich etwas in meinem Leben ändern möchte. 

Jaja! Ich weiß, ich weiß!! Es fühlt sich wahrscheinlich erstmal nicht so toll an, wenn man keine guten Gedanken über sein Ziel hat. Aber wenn man es von einer anderen Perspektive betrachtet, kann man die Möglichkeiten erkennen, die da ja auch drinnen stecken. Und da kann man sich dann, endlich mal wirklich, mit den Widersachern auseinanderzusetzen, die noch blockieren.

Feng Shui oder Einrichtungsberater?

Oh! Ich habe es gerade gemerkt,  da ist sozusagen eine „Vorannahme“ drinnen – ich gehe davon aus, das mein Kunde mich nicht nur deswegen als Feng Shui Einrichtungsberaterin holt, weil er seine Wand anders streichen oder seine Möbel verrücken möchte, sondern weil er schon spürt, dass Feng-Shui nicht nur “Möbel verrücken” ist. 

Fürs „Möbelrücken“ und umdekorieren, braucht es, nach meinem Verständnis, auch gar keinen Feng-Shui Berater. Dafür holt man sich einen Innenarchitekten oder Einrichtungsberater. 

Klar ist, dass Menschen, die eine Feng-Shui Beratung wollen, mehr als eine Einrichtungsberatung wollen. Sie wollen ein bestimmtes Gefühl haben, wenn sie nach Hause oder ins Büro kommen. Sie wollen sich hilfreiche Energien einladen. Etwas in den Fluss bringen. Harmonie schaffen. Sie wollen sich tiefe Wünsche erfüllen. Ziele in ihrem Leben erreichen. Oder besser: #UnZiele.

Feng Shui Grundriss
Photo by AlexShalamov on Deposit Photos

Das fehlende Puzzleteil im Feng Shui

So und jetzt kommt die Krux, der Haken, weshalb ich mich erstmal als Feng Shui Beraterin zurückgezogen habe: Es funktioniert nicht immer.

Oft, – aber nicht immer. Das hat mich gestört. So sehr, dass ich mich auf die Suche gemacht habe, um das fehlende Puzzleteil zu finden. Und ich habe etwas gefunden, etwas,  dass – zumindest mir persönlich – hilft, meine Wünsche und Ziele zu 100 Prozent zu erfüllen. Das heißt jetzt nicht, dass ich schon 100 Prozent meiner Ziele erreicht habe. Aber – ich weiß, was ich tun kann, und ich weiß auch, dass wenn ich es wirklich will, werde ich es erreichen.

Erstmal empfehle ich, das man sich darüber Gedanken macht, ob Dein Ziel auch wirklich DEIN Ziel ist. Oder ob man nur glaubt, dass es cool ist, weil man denkt, dass die anderen einen dann cool finden. 

Es ist so sooo wichtig, was man glaubt. Welche Gefühle kommen denn hoch, wenn Du an Dein Ziel denkst. Sicherlich und hoffentlich, erstmal Freude und Bauchkribbeln, Schmetterlinge – Hochgefühle. Das ist auch gut so! Perfekt!!

Bist Du gut genug?

Aber glaubst du denn, dass Du gut genug dafür bist, dass du es verdient hast, dass du es „drauf“ hast?

Ja, man kann schon mal Angst bekommen, wenn man an die Details denkt, an die Umsetzung, ans Verwirklichen.

Ich habe eine Klientin, die geglaubt hat, dass sie es gar nicht Wert ist, dass sie ihr Ziel auch tatsächlich bekommt. Da war der Wunsch, das Ziel, und die guten Gefühle auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite, kam dieses unstimmige Magengrummeln, dieser unterbewusste Glaubenssatz „ich bin es gar nicht Wert”, auf einmal sehr stark hoch. 

Oh wie gut ich das kenne! Meine Güte, was habe ich schon komische Glaubenssätze erkannt und aufgelöst, was das Thema manifestieren, Ziele, Visionen etc. angeht. Und echt! Manchmal bin ich fast verzweifelt daran. Aber meine Visionen sind einfach sooooo coooool, dass ich sie nicht aufgeben möchte. Nicht wegen eines komischen, blöden, unsinnigen, doofen Glaubenssatzes. Darauf habe ich echt keinen Bock mehr! So – das musste jetzt mal raus!

Ich lasse mich zu meinen hinderlichen Glaubenssätzen regelmäßig coachen mit der Methode, die für mich persönlich, sehr wirksam ist, und diese Methode ist ThetaHealing®. Eigentlich ist es total wurscht, wie diese Methode heißt. Welches seine Methode ist, dass darf jeder für sich selbst rausfinden.

Es gibt da draußen so viele tolle, wirksame Methoden, die nur darauf warten, entdeckt und ausprobiert zu werden. Für mich selbst, ist einfach wichtig, auch regelmäßig mit einem “richtigen Coach“ über meine unerkannten, ungelösten, unbewussten Glaubenssätze zu reden – und sie zu lösen.

Glaubst Du, dass es möglich ist?

Der nächste Schritt:  Was glaubst Du von Dir? Glaubst du wirklich mit jeder Faser deines Believesysthems, dass es möglich ist? Ich sage Dir jetzt etwas, was Dich vielleicht zum Nachdenken bringt: Wenn Du keine negativen Überzeugungen, Ängste und was auch immer hättest, hättest Du Dein Ziel ja schon erreicht. Es kann also daran liegen, dass Du noch nicht wirklich überzeugt bist, von Dir, von Deinem Ziel…

Feng Shui Maßnahmen ergreifen

Danach kannst Du Feng Shui Maßnahme: ergreifen: Pinne Dir Deine Ziele an Deine Magnetwand, und aktiviere im Außen, lad Dir die Energie in Dein zu Hause ein. Damit kommst du schon mal ins Tun. 

Um Ziele zu verwirklichen darf man etwas tun. Man darf unbedingt auch ins Handeln kommen. Manche Menschen sitzen da und warten, bis es sich manifestiert. Das sagt z.B. das Buch „The Secret“. Aber das stimmt glaube ich nicht. Ich habe es ausprobiert, habe beim Universum bestellt und gewartet. Und erst seit ich ins Tun gekommen bin, kommt etwas in Bewegung. Wenn ich ein Buch schreiben will, dann darf ich mich hinsetzen und es schreiben. Es reicht nicht, nur den Wunsch zu äußern. Zumindest im Moment noch nicht. 

Navigation auf Autopilot
Foto von DariuszSankowski on Pixabay

Das Navi

Mike Dooley hat das einmal sehr schön erklärt: Gib in Dein Navigationsgerät den Ort, die Straße und die Hausnummer ein. Und dann leg den Gang ein und fahr los! Sonst kommst du nicht an. 

Du darfst schon auch losfahren. Leg den Gang ein und gib Gas. Du wirst auf jeden Fall ankommen. Selbst wenn Du unterwegs mal rechts, statt links abbiegst, dein Navigationsgerät wird dir sagen: bitte wenden! Und es wird Dir immer den kürzesten Weg zeigen. 

So wie das Universum. Es kennt den Weg. Es ist ihm auch egal, wie lange Du brauchst, und wie oft du falsch abbiegst. Es bewertet das nicht. Oder hast Du schonmal erlebt, dass Dein Navi Dich verurteilt, ungeduldig wird und Dich nicht mehr Lieb hat, weil Du falsch abgebogen bist? Das wäre mal echt witzig, stell Dir vor, Dein Navi wäre Dir beleidigt, wenn Du falsch abbiegst, und würde dann rumzicken und Dir den Weg nicht mehr zeigen!

Das Universum ist bedingungslos. Genau wie Dein Navi. Es wird Dich immer und immer wieder auf Deinen Weg bringen. Ganz gaaaaaanz sicher.

Alles was Du brauchst, ist Deine blockierenden Stahlmauern zu sprengen. Deine unnützen Glaubenssätze aufzulösen und Dein Ziel, Deinen Wunsch klar zu haben. 

Also schaffe Raum im Innen, indem Du Deine hinderlichen Glaubenssätze auflöst, und aktiviere Deine Lebensbereiche im Außen. Erlaube dem Feng Shui, deine Ziele zu fördern und Vertraue darauf, dass es Dich führt. So wie das Navi.

Training beginnen 2022: Der Speck kommt weg!

Ich will mit dem Training beginnen. Heute geht es los: Denn seit heute habe ich meinen Lauf Trainings Plan. (Start 01.05.) Und bin gleich schon mal hochmotiviert losgerannt… (heimlich schon mal ein bisschen trainieren, damit es später leichter wird.)

Doch plötzlich erlebe ich etwas verstörendes: Ich fühle sie, diese 2. Erschütterung, die bei jedem Schritt durch meinen Körper geht. Wie eine Welle. Das fühlte sich befremdlich an. Unbekannt und auch echt unschön.

Bis es mir klar wurde: Das ist der Speck.

Bäh.

Irgendwer soll mal gesagt haben, man soll so lange laufen, wie es Spaß macht.

-> Ich hab dann mal umgedreht.

Nein, nicht sofort. Doch die geplante Strecke, die schon recht überschaubar war, um motiviert das Training beginnen zu können, habe ich nicht durchgehalten.

Puh… fieser Start… aber war ja zum Glück noch außer Konkurrenz. Und ich hatte viele Ausred… äh… gute Gründe meine ich natürlich 😉

Doch ganz ehrlich? Das deprimierende Gefühl des “Schwabbel on Tour”, das war der wirkliche Grund. Das war mein Widersacher.

Ich fühlte mich scheußlich: Maximal unfit.

Jetzt verstehe ich die Menschen, die trotz brutalstem Übergewicht nicht in Bewegung kommen. Es ist dumm. Das ist klar. Und das wissen diese Menschen auch selber. Doch ich kann ihnen diese Dummheit nicht mehr vorwerfen. Ich kann sie jetzt selber verstehen. Allein dieses Gefühl erleben zu müssen. Mit jedem Schritt. Das zieht echt runter. Da ist man plötzlich lieber unvernünftig und dumm

Mein Training beginnen: Jetzt erst recht!

Ich werde Morgen trotzdem wieder raus gehen und laufen. Doch eines ist mir klar geworden: Der Plan, bis Jahresende Marathonfit zu sein, wird härter als erwartet… NOCH härter.

Aber wieso Morgen schon wieder?

Weil ich eine enorm starke “von weg Motivation” habe: Ich erinnere mich sehr genau an das Gefühl, wie die ganze Schwungmasse meines Bauchspecks noch immer nach unten sackte, während mein restlicher Körper längst in eine neue Richtung in Bewegung war. Dieses hässliche Gefühl nicht mehr “eins” zu sein, sondern einen Fremdkörper mit mir herumzuschleppen.

No, Nay, Never no more! Das ändert sich jetzt!

wenn man vom Pferd fällt, soll man gleich wieder aufsteigen

Sagt der Volksmund

Und das mit gutem Recht. Denn auch Aufgeben und Abbrechen ist eine Gewohnheit, die man trainieren oder ablegen kann. Wenn auch es den meisten Menschen wohl alleine recht schwer fällt. (Denke nur an Deine letzten Neujahres-Vorsätze.)

Ein Glück dass ich mit Fanny genau die Richtige an meiner Seite habe. Aktuell hilft sie in ihrem Laufprogramm LoS! Laufen ohne Schnaufen bei Lightrunning Couchpotatoes, zu Läufern zu werden. Und da werd’ ich mal mitmachen.

Doch das Coolste: Wir haben beschlossen, gemeinsam Live-Online-Lauf-Runden anzubieten und die Reise vom Renn-Moppel zum Marathon-Anwärter zu dokumentieren. Du kannst uns also auf dem Weg begleiten. Und mit machen, wenn du willst!

(oh Gott, wird das peinlich… 🥵 )

Wie sagt man so schön: Stay tuned.

[Update 2022]: Das Training beginnen – Nächster Versuch

Wie vorausgeahnt, wurde es ein Desaster: Meine Trainingsplan und das gemeinsame Laufen lief ganz gut und ich habe sogar gewisse Fortschritte gemacht. Sogar das Laufen an Sich war plötzlich nicht mehr so schlimm und die Schwungmasse begann sich zu festigen.

Doch dann wurde ich Krankheit und habe längere Zeit körperlich sehr geschwächelt und damit das Trainingsprogramm abgebrochen.

Jetzt stehe ich wieder am Anfang: Der Blick in den Spiegel sagt sehr deutliche Dinge und der Trainingsplan wird wieder in Angriff genommen. Ich werde wieder mit dem Training beginnen!

Und die gemeinsamen Online-Laufrunden haben sehr viel Spaß gemacht. Wir waren eine tolle Gruppe mit immer witzigen Themen. Darauf hätte ich schon wieder Lust. (Vor Allem: Während der Gespräche habe ich auch nicht so intensiv auf mein Schwabbel-Gefühl geachtet.)

Und da ich auch etwas dazugelernt habe – Laufen ist wirklich nicht meine Lieblingsbeschäftigung – wird mein Trainingsprogramm dieses Jahr etwas abwechslungsreicher ausfallen. Wir arbeiten an einem “Minimalen Trainigsplan”. Dieser enthält neben Laufen auch diverse Bodyweight-Übungen und etwas Yoga und Übungen mit dem Bo. Auch wird es ein Angebot aus Pflichttrainings geben, dass ich in jedem Fall immer, ohne Ausreden und ohne Verschieben absolviere. Und zwei Stufen von optionalen Zusatztrainings, die ich durchziehe, wenn Wetter, Lust und Laune gerade passen.

Ich bin so weit. Ich will mein Training beginnen! Jetzt gilt es nur noch, meinem widerspenstigen Schweinehund klar zu machen, dass das neue Training wirklich witziger wird, als gemütlich Netflix zu konsumieren. Oder an den versprochenen Onlinekursen zu arbeiten.

Also müssen Erfolgserlebnisse her. Starten mit kleinen und einfachen Einheiten, die regelmäßig stattfinden, leicht sind, aber nicht so leicht, dass ich sie als Zeitverschwendung ansehe. Eben eine Gewohnheit etablieren.

Hast DU Deinen perfekten Trainingsplan schon gefunden? Oder die für Dich perfekte Zusammenstellung von Trainingseinheiten? Hast Du einen Trick, der Dich zuverlässig von der Couch springen lässt?

Ich merke an dem Thema ein mal wieder: Andere zu Coachen ist so viel einfacher, als sich mit den eigenen Themen zu beschäftigen… Das lehrt mich auch nach vielen Trainings und Coachings vor Allem Eines: Demut vor unserer Menschlichkeit.

Der Lebenstraum

Oder: Warum hast du meine Träume verraten?

Was würde mein jüngeres Ich wohl sagen, wenn es wüsste, was aus ihm werden wird? “Was ist bloß aus Dir geworden? Warum hast Du meine Träume verraten?” – Ich weiß nicht wirklich, was es sagen würde aber ich kann mich noch gut an meinen Traum erinnern:

Kind liegt und träumt von seinem Lebenstraum
Yaruta

Mit 8 Jahren hatte ich ein großes Ziel. Einen Herzenstraum, einen Lebenstraum, den ich erreichen wollte – ach quatsch – von dem klar war, dass ich dieses Ziel erreiche: Tierarzt.

Mein Lebenstraum

Ich wollte Tierarzt werden. Mit eigener Praxis. Ich liebte Tiere. Besonders die flauschigen und verspielten. Und ich konnte die Vorstellung nicht ertragen, dass solch ein armes Geschöpf leiden musste. (Ja, ich bin sehr behütet aufgewachsen.)

Der Umbau des Hauses meiner Großeltern inkl. Anbau zu einer Tierarztpraxis war quasi schon fertige Sache. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, mit welcher Begeisterung ich in meinen Ferien durchs Haus meiner Großeltern geschlichen bin und die Räume vermessen habe. Ich habe exakte Pläne gezeichnet und mir ausgemalt, wie es wohl werden würde, hier auf dem Dorf eine Tierarztpraxis zu haben. Ich habe sogar ein Buch über Tierpflege gelesen, dass ich auf dem Dachboden meiner Großeltern gefunden habe.

Leidende Tiere würden zu mir gebracht und ich würde sie wieder heil machen, den ich würde ein großartiger Tierarzt werden. Das war klar! – Einfache und wunderschöne Welt.

Ein bisschen erschreckend war es schon, dass ich keine Vorstellung hatte, wie ich den Anbau ermöglichen sollte und auch meinen Großeltern zu erklären, dass ihr Wohnzimmer bald von kranken Tieren belagert würde, gehörte zu den Dingen, über die ich mir noch irgendwann Gedanken machen wollte.

Lebenstraum trifft Realität

Dann kam die “Realität”. – Ich glaube meine Oma war es, die mich mitten in der Planung meines Lebenstraums, mit dem Zollstock in der Hand erwischte und zur Rede stellte. Sie war es auch, die meine Welt erschütterte, als sie mir liebevoll erklärte, dass ich dann auch Spritzen geben müsste. SPRITZEN! Du kannst sicherlich meinen Ekel und meine Bestürzung nachvollziehen, die ich bei der Vorstellung empfand, einem armen, unschuldigen, flauschigen Kaninchen ein kaltes Stück Metall in den Körper stechen zu müssen. – Das war einfach unmöglich.

Spritzen - mein Widersacher auf dem Weg zum Lebenstraum
unsplash-logoWendy Scofield

So platzte dieser “Lebenstraum” wie eine Seifenblase am Kaktus und ich gammelte die restlichen Ferien vor dem Fernseher herum. Und die nächsten auch. – Ich gebe zu: Frustrationstoleranz war nicht meine größte Stärke 😉

Schade. Denn in der kurzen Phase meiner Zielbegeisterung habe ich so viel gelernt. Heute kann ich spritzen. Ich mag es nicht. Doch mir ist der Nutzen klar, den es bringen kann. Und ich bin ja keine 8 mehr.

Wie wäre es wohl gekommen, wenn ich bestärkt worden wäre? Wenn mein Umfeld mir Rückhalt gegeben hätte, statt mich auf den “Boden der Realität” zurück zu holen? Wenn sie mir vielleicht sogar gezeigt hätten, wie ich solch große Ziele planen könnte und sie auf kleine Ziele runterbrechen?

Tierarzt werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Und ich glaube auch, dass das gut so ist. Doch ich habe in den Jahren seit der Begegnung mit der Realität viele Träume gehabt, kleine, große und gefühlte Lebensträume, die beim Kontakt mit der Realität wie Seifenblasen zerplatzen.

Lebensträume kamen und gingen

Ich habe Firmen mit Freunden eröffnet und wir haben uns wieder getrennt, ich habe Partnerschaften geschlossen, nur um zu merken, dass unsere großen Ideale doch nicht zusammen passten. Ich habe für Projekte gearbeitet, die dann doch nie kamen und auch genau so wenig Geld brachten.

Viele der Erfahrungen waren nicht schön, andere schon – doch das sollen andere Geschichten werden – und sie haben mich viel gelehrt. Über Lebensträume, Ziele, Realität und Menschen. Doch ganz besonders darüber, wie sehr wir uns selbst verarschen, wenn wir an etwas glauben WOLLEN.

Wie sehr doch die rosarote Brille bei jedem neuen Projekt aufgesetzt wird und selbst die weicheste Vereinbarung plötzlich wie eine verlässliche und belastbare Basis aussieht. Einfach weil wir es wollen.

Wie wichtig es ist, sich mit einem Mentor oder Coach über Ideen und Pläne unterhalten zu können. Das entfernt so schnell die rosa Brille. Und es macht sie zumindest bewusst. So dass es zu einer bewussten Entscheidung wird, ob Du beim Verfolgen Deines Lebenstraums eine rosa Brille tragen willst, oder lieber nicht 🙂

3 Wege zur Selbsterkenntnis

Es führen mehrere Wege zur Selbsterkenntnis, wer du wirklich bist, was dich aus macht. Und sie sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können.

Da jeder Mensch andere Stärken und Bedürfnisse hat, werden im Folgenden drei sehr unterschiedliche Wege zur Selbsterkenntnis beleuchtet. Möglicherweise ist jeder für sich ein “kleines bisschen” extrem. Vielleicht aber ist einer davon auch für dich genau richtig.

Der Weg des Einsiedlers

Eines der häufigsten Probleme beim Versuch, das Leben deiner Träume zu leben, ist der Einfluss des Umfelds.

Die Gesellschaft hat eine Erwartung dir gegenüber. Deine Freunde, Kollegen und Familie kennen dich auf eine Art, die sie gewissen Verhaltensweisen erwarten lässt.

Es gibt sozusagen eine Formvorlage unseres Charakters. Unsere Rolle passt in die Erwartungen unseres Umfelds wie ein Puzzlestück

Puzzle
Photo by Ryoji Iwata on Unsplash

Eine Rolle, bestehend aus den Erwartungen und Erfahrungen unseres Umfelds. Es ist die Rolle, die wir täglich spielen. Die Maske die wir tragen, auch wenn wir eigentlich innerlich bereits weiter gegangen sind und uns entwickelt haben. Doch wir können es nicht ausleben. Der Maskensog hält uns in der alten Form. Die Erwartungen unseres Umfelds an unsere Identität fesselt uns.

Doch was, wenn wir die Fesseln sprengen und ausbrechen?

Die meisten Menschen, reagieren sie mäßig aufgeschlossen, wenn sich plötzlich ein Element ihrere Welt beginnt zu verändern. “Du kannst doch nicht einfach…” “Du meinst doch nicht, dass das etwas verändert…” sind typische Satzelemente, die du plötzlich zu hören bekommst. Und du findest dich schnell in einer Disskussion, in der du deine gewählte Veränderung rechtfertigen darfst. Rechtfertigen, vor Menschen, von denen du vielleicht eher Unterstützung erhofft hattest.

Du kannst dich statt dessen, auf deinem Wege zur Selbsterkenntnis, nach Innen besinnen. Den Einfluss deiner Mitmenschen reduzieren und dich mehr darauf konzentrieren, was du wirklich selber willst.

3 Wege der Selbsterkenntnis - Die Höhle
Photo by Katherine Kromberg on Unsplash

Und auch mag sich der Rückzug zwar lohnen, um sich in der Ruhe Klarheit zu verschaffen, über die eigenen Bedürfnisse. Doch das Traumleben der Meisten von uns beinhaltet vermutlich ein Leben außerhalb der Höhle.

Insb. sind die Höhlen im deutschen Voralpenland als Wohnort für den Durchschnittseuropäer leider nur mäßig empfehlenswert und auch rechtlich problematisch.

Was zumindest bedeutet: Das ist keine Dauerlösung.

Du wirst also die Stärke brauchen, deinen Traum auch gegen den Gegenwind deines Umfelds durchzusetzen.

Der Weg des Egoisten

Es ist doch wahr: wir sagen dauernd “Ja” zu Dingen, die wir gar nicht wollen. Weil wir niemanden verletzen wollen, weil wir höflich sein wollen, weil wir gemocht werden wollen.

Und doch ist jedes diplomatische “Ja” eine Lüge, wenn wir eigentlich “Nein” meinten.

Witzigerweise hilft uns unser inneres System dann gerne durch unsere Widersacher. Wir vergessen den Termin der Party, auf die wir nur aus Höflichkeit gehen würden in den Kalender einzutragen, verknacksen uns den Knöchel, kurz vorm Umzug dieses entfernten Bekannten, bei dem wir nur zugesagt haben, weil es zu dieser unangenehmen Stille gekommen ist…

Ärgerlich daran ist nur: Weder wir selbst, noch unser Umfeld findet das auf Dauer toll.

Ehrlicher wäre es da doch, einfach gleich ehrlich zu sein: “Nein, ich mag nicht auf Deine Party kommen.” – “Ob ich einen Termin habe? Nein. Ich habe einfach keine Lust.”

Dieser der Wege zur Selbsterkenntnis führt durch die Wahrheit. Kalt, klar, direkt.

3 Wege zur Selbsterkenntnis - Der Weg des Egoisten
Photo by Warren Wong on Unsplash

Sicherlich gibt es auch freundlichere Varianten. Und doch ist es mal eine spannende Übung für viele Menschen, einfach mal vollständig ehrlich zu sein und zu sich selbst zu stehen.

Der Nachteil: Auf diesem der Wege zur Selbsterkenntnis wird man leicht als Egoist wahrgenommen, denn es kann nicht jeder damit umgehen, nicht freundlich belogen zu werden, sondern die ungeschminkte Wahrheit zu hören.

Der Vorteil: Die Menschen die bleiben, gewöhnen sich irgendwann daran, dass sie sich auf das verlassen können, was du sagst. Auch im Guten. Und dein System wird dich darin unterstützen. Du wirst merken, dass Du plötzlich deutlich weniger schusselig und vergesslich sein wirst.

Und: Du wirst nicht nur deine Freunde besser erkennen, sondern auch dich selbst auf diesem der Wege zur Selbsterkenntnis deutlich besser kennen lernen.

Der Weg der Kommunikation

Nicht für Jedermann bieten sich die beiden genannten Wege zur Selbsterkenntnis an. Als Eremit ist man doch recht allein und als stets die Wahrheit sprechender Egoist braucht man ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und muss Trennungen von Menschen akzeptieren, die mit zu viel Wahrheit nicht umgehen können.

Doch was wäre, wenn du einfach mit Menschen reden könntest, um zu erfahren, wer du bist? Um dich selbst besser zu verstehen?

Der Weg der Kommunikation auf den 3 Wegen der Selbsterkenntnis

Es kann so einfach sein…

Frag doch einfach mal dein Umfeld. Deine Freunde, deine Eltern, vielleicht sogar deine Kollegen, welches Bild sie von dir haben. Was sind deine Stärken und Schwächen? Wenn du ein Superheld wärst, wer wärst du? Was ist an dir besonders? Besonders liebenswert? Was ist evtl. unangenehm? Du wirst dich wundern, welche Erkenntnisse du über dich in solchen Gesprächen gewinnen kannst und wie viel du bei der Gelegenheit über dich lernen kannst.

Denn wenn einer deiner Kontakte ein Bild von dir hat, ist das eines. Doch wenn sich Eigenschaften davon durch viele Beschreibungen von nahestehenden Menschen ziehen, dann darfst du vielleicht darüber nachdenken.

So unterschiedlich die Wege zur Selbsterkenntnis auch sind, so führen sie doch alle zu einem: Näher zu deinem wahren Ich.

Egal ob Einsamkeit, Ehrlichkeit oder Kommunikation. Du kannst auf jedem dieser Wege zur Selbsterkenntnis mehr über dich selbst erfahren. Und mehr Bewusstsein über dich selbst führt zu mehr Verständnis, was dich wirklich motiviert und wie du deine Ziele leichter erreichst.

Zielstrebigkeit und Lebensfreude verbinden

Ziele setzen? Ich? Mir?

Nö! Wozu denn? Zielstrebigkeit reizt mich gar nicht. Es geht mir doch gut so.

Als ob ich mir jetzt Stress machen wollen würde!

Aus diesem Hamsterrad bin ich doch gerade erst ausgestiegen.

Ich war Projektleiterin und Teamleiterin und hatte so einige Ziele, die ich erreichen sollte. Mich schauderts schon bei dem Gedanken!

Da gab es Ziele-Workshops zum Ende jeden Jahres und Zielvereinbarungen. Zielerreichungs-Checkups und Zielkorridore. Da gab es Strategien, die in Ziele herunter gebrochen werden wollten. Es gab Jahres- und Projektziele. Zielkoordinierungsgespräche und Zielerreichungsgrade. Es gab Unterziele und Zwischenziele. Nicht zu vergessen die Zielkonflikte und die Hidden Agendas. Zielstrebigkeit als A und O.

Zielstrebigkeit beim Ausstieg aus dem Hamsterrad
Zielstrebisgkeit im Hamsterrad. Foto von Silje Roseneng on Unsplash

Richtig unerträglich wurde dieser ganze Zielehokuspokus für mich, als ich lernte wie ich mit NLP-Methoden Ziele setzen kann. Da stellte ich nämlich fest, dass keines dieser Ziele wirklich das Wort Ziel auch nur verdient hätte. So viel Wirbel um Nichts. So viel Zielstrebigkeit ohne Ziel.

Da war ich doch mit meiner privaten Entscheidung, keine Ziele zu haben, vergleichsweise sehr zufrieden. Ich habe einfach so in den Tag hineingelebt. Das heißt nicht, dass in meinem Leben immer alles gleichgeblieben wäre. Das bedeutet nicht, dass ich mich nicht gerne verändert habe. Ich liebe Veränderungen und Abenteuer. Schon immer. Nur geplant habe ich es nie. Veränderungen machen mir keine Angst und ich habe den festen Glauben, dass alles was geschieht, immer gut für mich ist. 

Ganz ohne Zielstrebigkeit: Mir fliegt alles zu

Aus meiner Liebe zur Veränderung habe ich immer wieder Veränderungen und Chancen in mein Leben gezogen. Heute weiß ich, dass dahinter das Gesetz der Anziehung steckt. Und ich habe tolle Glaubenssätze dazu entwickelt. Einer meiner Lieblingssätze ist „Mir fliegt immer alles einfach zu.“ Geil, oder? Das ist kein Mantra, keine Affirmation. Ich hoffe nicht, dass es stimmt, ich weiß es. Tief, tief in meinem System verankert und durch viele, viele Erfahrungen bestätigt.

So flog mir eines Tages auch NLP zu, als ich begonnen hatte, wirklich große Veränderungen in meinem Leben vorzunehmen und mir noch größere wünschte. Offensichtlich war das Universum der Meinung, ich könnte dabei ein bisschen mehr Unterstützung gebrauchen. Denn noch immer lebte ich einfach so in den Tag hinein. Folgte mehr und mehr meinem Gefühl, ganz ohne Zielstrebigkeit, wusste aber nicht so recht wohin. 

Aus meinem Job wusste ich, dass Zielstrebigkeit, Visionen und Strategien dazu dienen, die täglichen Entscheidungen zu erleichtern. Gerade wenn die Entscheidungen in einer klassischen Führungshierarchie delegiert sind. Ich merkte, dass ich mich in Bezug auf große Veränderungen schwertat, Entscheidungen zu treffen. Mir fehlte sozusagen, das große Ganze, die Leitlinie. Wo sollte die Reise denn hingehen? Und dennoch wehrte sich in mir alles, mir private Ziele zu setzen. 

Ziele waren für mich Termine. Bis dahin MUSST Du dieses und jenes erreicht haben. Das wird kontrolliert. Zielstrebigkeit war Pflichtprogramm. Da gibt es Checklisten und Meilensteine. Ich fühle schon bei diesen Sätzen den Kloß im Hals und einen Würgereiz. Wow! Das widerspricht so sehr meiner Persönlichkeit, meinem Charakter. So bin ich einfach nicht. 

Zum Glück – oder dem Universum sei Dank – kam da die NLP Ausbildung in mein Leben geflogen. Ich war nicht begeistert, als ich da auf meinem Stuhl im Seminarraum saß und vorne auf dem Flipchart „Ziele“ stand. Wie oft hatte ich Seminare zum Thema Ziele oder Zielstrebigkeit besucht – oder selber gegeben. Laaaangweiiiliiiig! Und dann kam alles anders. 

Zielstrebigkeit ist laaaangweilig. Doch dann…

All meine Glaubensätze über Ziele wurden über den Haufen geworfen! Aber hallo!

Plötzlich sollte ich Ziele fühlen und mir Ziele setzen, von denen ich keine Ahnung hatte, wie ich sie erreichen soll. Whaaat? Da hatte ich jahrelang als Projektleiterin Ziele messbar formuliert und klein gehackt, bis ich wusste wie und wann ich sie erreiche. Klar, wollte ich solche Ziele nicht in meinem Privatleben haben. Doch hier hieß es plötzlich „Mach deine Ziele so groß, bis du dieses Kribbeln in dir spürst, bis du das dringende Bedürfnis hast, dorthin zu wollen.“ und „Was du nicht malen kannst, kannst du nicht erreichen.“ Diese Sätze bewegten etwas in mir.

So hatte ich das noch nie gesehen. Es ergab Sinn für mich und es begann im mir zu arbeiten. Da war ein Teil von mir, der war spontan restlos begeistert. Das war der Teil von mir, der schon immer unbewusst fröhlich vor sich hin manifestierte. Der Teil von mir, der gerne tagträumte und Geschichten schrieb. Dieser Teil von mir, wusste intuitiv wie das geht und war ganz hibbelig darauf, das alles bewusst anzuwenden. 

Und da war ein anderer Teil in mir, der dagegenhielt. Der Teil der so genervt war von diesem ganzen Zielezirkus im Büro. Der Teil dachte immer noch „Ja, ja. Dann träumst du dir so ein schönes Ziel zusammen und dann, warte nur, dann kommt der Moment, wo die hier auch sagen, dass du es runterbrechen musst und Zwischenziele brauchst und Termine mit dir selbst vereinbaren sollst. Warte nur ab. Das ist doch immer so!“

Abends ging ich am See spazieren. Ganz allein. Ich brauchte Ruhe, nach diesem aufwühlenden Seminar. Zielstrebigkeit? Keine Spur. Ich begann in meinen Erinnerungen zu kramen. Ich betrachtete nochmal die Veränderungen, die ich erfolgreich umgesetzt hatte. Wie hatte ich das gemacht? Und die Dinge, die in meinem Leben einfach nicht vorwärts gehen wollen. Wie mache ich es da? Und half mir dort meine Zielstrebigkeit?

Kind spielt am Strand voller Lebensfreude
Zielstrebigkeit? Keine Spur! Lebensfreude Pur! Foto von Leo Rivas on Unsplash

Und da ging mir ein Licht auf. Ich hatte doch schon immer private Ziele. Die entsprachen nur nicht der alten Definition, die ich im Projektmanagement gelernt hatte. Es waren schon immer Ziele, die ich fühlen und malen konnte, die ich spielend leicht erreichte. Unbewusst. Voller Lebensfreude.

Ziele, die ich malen kann

Genial! Ja, solche Ziele will ich. Damit konnte ich etwas anfangen.

Dennoch war es nicht so einfach mein unbewusstes Vorgehen auch ins Bewusstsein zu überführen. 

Ich wollte ein glückliches Leben. Wie soll ich das denn malen? Was gehört da alles dazu? Was macht mich glücklich? Wow. Diese Form von Zielen, war eine riesige Herausforderung. Sie forderte mich heraus, auszuprobieren. Denn ich wusste noch gar nicht wirklich, was mich alles glücklich macht. Und gleichzeitig, entsprach es doch sehr meinem bisherigen „ziellosen“ Vorgehen, meinem Gefühl zu folgen.

Es dauerte, bis ich Ziele für mich gefunden hatte. Ziele, die ich malen konnte. Ziele, die ich mir so groß gemacht habe, dass sie nicht nur Kribbeln, sondern ein tiefes Verlangen in mir auslösen. Ziele, die so groß sind, dass ich mich manchmal noch scheue sie auszusprechen, weil sie einfach RIIIIIESIG sind. Ziele, von denen ich nicht weiß, wie ich sie erreichen kann, nur dass ich sie erreichen will. 

Alleine hätte ich das nicht geschafft. Dazu habe ich immer wieder Unterstützung benötigt und mir Hilfe geholt. Ja, ich habe auch wirklich Geld dafür ausgegeben und Coaches bezahlt mir zu helfen. Das war nötig. Ich hatte ja fast 40 Jahre völlig anders gedacht. Da war auch immer noch diese kleine Projektleiterin in mir, die immer wieder Dinge sagte wie „Jetzt fang mal an mit deiner Rückwärtsterminierung!“ oder „Was sind denn die einzelnen Arbeitspakete?“.

Solche Sätze erzeugten in mir immer wieder Widerstand. Und ich wollte jetzt doch keine Zeit mehr verschwenden. Ich wollte keinen langsamen Prozess, mit gefühlten 1000 Rückschlägen und es mir selbst immer wieder zerreden. Ich bin so ein All-in-Mensch. Ich wollte schnelle, leichte Veränderung, damit ich dann wirklich durchstarten kann. Dafür habe ich also wirklich nochmal in mich investiert. Das hat sich unglaublich gelohnt für mich.

Und da bin ich wieder zurück an meinem Ausgangspunkt. Ich liebe Veränderungen und ich folge meinem Gefühl. Und jetzt hat mein Gefühl eine Leitlinie. Ich weiß, was ich eines Tages erreichen will und so entdecke ich viel leichter die Chancen, die so in mein Leben geflogen kommen, und die in die richtige Richtung führen.

Zielstrebig dank großer Ziele

Dank meiner riesigen Ziele, in die ich mich jeden Tag hineinfühle, habe ich immer wieder den Mut, meine Komfortzone zu verlassen und etwas Neues auszuprobieren. Denn Ziele entwickeln sich unterwegs. Ich ändere sie immer wieder. Ergänze sie. Detailliere sie. Oder ersetze Teile davon komplett. Früher dachte ich tatsächlich, dass ich Ziele nicht ändern darf, wenn ich sie einmal gesetzt habe. Dass ich sie dann erstmal erreichen muss, bevor es von dort aus weiter geht.

In meiner alten Job-Welt nannte man das „moving Target“ und die sind böse. Ich muss gerade lachen. Ich hatte früher wirklich Stress auf Ziele. Vielleicht nennt Holger diese neue Art der Ziele auch deswegen UnZiele. Denn sie sind wirklich komplett anders.

Früher habe ich auch gedacht, dass sich Zielstrebigkeit und Lebensfreude widersprechen. Heute bin ich so dankbar für die Erkenntnis, dass sie zusammengehören wie Pommes und Mayo. Jedenfalls in meiner Welt.

Apropos meine Welt. Vielleicht fragst du dich ja, was sich bei mir mit den UnZielen alles verändert hat.

Erstens: Ich bin keine Projektleiterin mehr. Ich habe meinen Job gekündigt und mich selbständig gemacht. Heute bin ich HypnoseCoach und helfe Menschen dabei ihren inneren Kompass wieder zu finden: ihre Gefühle. Die sind nämlich dein allerwichtigstes „Tool“ um deine UnZiele zu finden und auf dem Weg zu navigieren. Warum viele von uns ihre Gefühle nicht so richtig wahrnehmen und wie du das ändern kannst, das ist eine andere Geschichte. Wenn du neugierig bist, schau doch mal auf meiner Seite vorbei 

Zweitens: Ich lebe in einer unvorstellbar glücklichen Beziehung und wir haben so viele großartige, gemeinsame Träume. Wir wachsen an einender und miteinander und beflügeln uns gegenseitig. Ich hatte nie geglaubt, dass Freiheit und Geborgenheit gleichzeitig gehen, aber als ich mir darüber klar wurde, dass ich genau das will, ging es doch.

Glückliche zielstrebige Frau
Zielstrebigkeit durch Lebensfreude und fühlbare Ziele. Foto von Fernando Brasil on Unsplash

Drittens: Ich liebe mein Leben jeden Tag und warte nicht mehr darauf, dass irgendetwas passiert, was mich glücklich macht. Ich habe das komplett selbst in der Hand. Immer. Das ist das wundervollste Gefühl überhaupt.

Viertens: Ich habe mich von den Zielen anderer befreit. Denn meine Gefühle und meine UnZiele leiten mich dahin wo ich mich gut fühle. Was auch immer in unserer Gesellschaft als erstrebenswert gilt oder die Werbung uns Glauben machen will. 

Unterm Strich, bin ich jetzt einfach ich. Durch und durch. Und ich freue mich jeden Tag so sehr auf meine Ziele, als ob ich schon da wäre. Ha! Das ist vielleicht die Quintessenz der UnZiele. Wenn du dich beim Planen schon so freust, als ob du es schon erreicht hast, dann hast du es schon erreicht. Fühl da mal drüber nach. ?

BewusstSEIN und kraftvoll TUN durch innere Führung

Bewusstsein? Innere Führung? Nicht die Bohne! Was habe ich mich beeilt, heute recht früh aus dem Büro zu kommen! Schnell nach Hause gehetzt und nun….spüre ich, dass ich mich eine halbe Stunde auf die Couch legen werde. 

DABEI MUSS ICH DOCH NOCH DIESEN BEITRAG FERTIG MACHEN!

Aber so ist es…

Wenn die innere Führung “Pause” sagt

Mein Körper, meine Seele möchten ausruhen. Ja, und da gibt es diesen Anteil, diese Instanz in mir. Die, die WEISS wo und wie es am besten fließt: Mein Leben. Und diese Stimme, dieses Bewusstsein, ist mittlerweile ziemlich laut und deutlich. Zum Glück!

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, was ich unter innerer Führung verstehe und warum es so wichtig ist, sich mit ihr anzufreunden und zu beschäftigen. Wichtig für uns Alle.

Und ganz besonders für all die Menschen, die Ziele – vielleicht sogar große Ziele! – verfolgen, in ihrem Leben. Ihnen kann ihr Bewusstsein Navi und Lehrer sein, und die innere Führung Antrieb in schwachen Momenten. Sie hilft ganz wunderbar dabei, die Kräfte sinn- und maßvoll einzusetzen. 

Nur weniges ist wertvoller für einen erfolgreichen Weg z.B. in die Selbständigkeit, wie die eigene innere Führung kennenzulernen, zu erfahren und ihr ganz und gar vertrauen zu lernen. 

Über innere Führung, innere Stimme überhaupt nachzudenken, setzt die Annahme eines Anteils in uns voraus, der über tieferes Wissen und Weisheit verfügt, als unser „normaler“ Alltagsverstand. 

Bewusstsein, innere Führung, höheres Selbst…

Manche nennen das: Seele. Oder „Höheres Selbst“. Ich nenne es Herzensstimme, denn ich bin eine „Fühlerin“. Ich fühle mittlerweile unmittelbar, was meine Herzensstimme mir sagt. Nur in ganz besonderen Momenten – z.B. in unmittelbarer Gefahr – höre ich wirklich Worte in den Ohren auch.

Welches auch immer Dein bevorzugter Kanal für die innere Wahrnehmung ist: es gibt sie, Deine innere Führung und Du kannst lernen sie wahrzunehmen.

Wenn Du dann die ersten Schritte auf diesem Weg gegangen bist, stellst Du ganz schnell fest: Deine Führung hat zwei Geschwister im Gefolge, die Du auch kennenlernst wirst, wenn Du Dich Deiner inneren Führung öffnest. Diese beiden heißen MACHT und (Selbst)VERANTWORTUNG.

Diese DREI sind unzertrennlich und Du tust gut daran, sie gleichwert(ig) zu schätzen und ihre geschwisterliche Verbindung (an)zuerkennen. 

drei Eigenschaften ein Bewusstsein eine innere Führung
Foto von Dim Hou on Unsplash

Und…ich sach ma…diese Drei in Dir gut zu kennen, zu lieben und bewusst zu händeln, macht Dich super stark und ausgeglichen zugleich!

Denn wenn Du Deiner inneren Führung folgst, ermächtigst Du Dich selbst. Du ermächtigst Dich, die Führung und die Macht über Dein eigenes Leben und Sein auszuüben. Und schon lauerte die dritte im Bunde: zu verantwortest auch zu 100% Deinen Weg. Keine Macht der äußeren Welt kann das für Dich tun. Kein Mensch außerhalb von Dir kann Deinen Weg für Dich gehen. Auch wenn die ersten Meter wackelig und voller Unsicherheiten sein mögen…Du wirst schnell immer sicherer und…selbstvertrauter. Du wirst Dir Deiner Selbst bewusster werden.

Und Du kannst ganz bald Deine Energie und Kraft besser einteilen und im genau richtigen Moment auch einsetzen. So erreichst Du leicht und ohne Anstrengung viel mehr. Erreichst Deine Ziele.

Deine Ziele erreichst Du dann ganz leicht und freudig, wenn Du Dich Deiner inneren Führung/ Deiner inneren Stimme anvertraust. Deinem Navi für Deinen Weg. 

Du kannst Dich natürlich auch entscheiden – entgegen der Empfehlung Deines Navis – sämtliche Nebenstraßen abzufahren und auch nochmal eine Weile in einer ganz anderen Richtung Deinen Weg zu suchen. Wahrscheinlich kommst Du irgendwann so auch ans Ziel, aber wahrscheinlich viel später, mit mehr Widerstand und Du musst dich viel mehr verausgaben dabei.   

Ich musste mir vorhin einen kleinen Schupps geben… Ich war so sicher, dass ich unbedingt und sofort weiterarbeiten MÜSSTE an diesem Beitrag, weil ich sonst niemals fertig werden würde. 

Zum Glück aber habe ich diesen bloßen Gedanken überwunden, bin meiner inneren Führung gefolgt und habe letztendlich 20 Minuten geschlafen. Bin dann ohne Wecker aufgewacht und nun so frisch, wie ich selbst heute Morgen nicht war. Ich habe das Notebook aufgeklappt und ein leeres Dokument aufgerufen. Dann habe ich einfach drauflos geschrieben. Und: es floss. Und ich wusste: alle anderen Worte, Seiten und Teile, die ich schon in den Tagen zuvor geschrieben hatte, waren nur Übungen für DIESEN Moment gewesen. 

Diesen Moment, in dem ich Dir von innerer Führung, Deiner Herzensstimme und dem Segen, den sie für Dich bereit hält, erzählen wollte.

Von Herzen alle Liebe für Dich!

AYNA

zieltraum